Es ist beispielsweise in höchstem Maße widerspruchsvoll, wenn der Staatsbürger über die unerträgliche Höhe der Steuerlast klagt, gleichzeitig aber vom Staate Hilfen erwartet, die diesem das moralische Recht geben, noch immer höherer Steuern einzuheben. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

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5 vor 10: Trump, Grundsteuern, Protektionismus, Investitionen, Schlaf

Heute in den Linktipps: Deutsche Exporterfolge in Zeiten von Donald Trump, Widerstand gegen steigende Grundsteuern, der Denkfehler der Protektionisten und die Probleme der staatlichen Investitionsschwäche. Außerdem: Warum sich mehr Schlaf wirtschaftlich lohnt.

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1. Warum Trump die deutsche Wirtschaft noch stärker macht
(welt.de, Nikolaus Doll)
Noch nie hat die deutsche Wirtschaft so viel exportiert wie im vergangenen Jahr: Sie lieferte Waren im Wert von mehr als 1,2 Billionen Euro ins Ausland. Nach einer Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags dürften sich die Erfolge auch in diesem Jahr fortsetzen. Nach Meinung von Wirtschaftsvertretern gibt es den Optimismus nicht trotz der Unsicherheiten rund um den Brexit und den neuen US-Präsidenten Donald Trump, sondern eher wegen der internationalen Problemfälle.

2. Sie steigt und steigt
(faz.net, Manfred Schäfers)
Kommunen konfrontieren ihre Bürger mit immer höheren Grundsteuern. „Für viele Betroffene ist die Grenze des Zumutbaren erreicht“, kommentiert Manfred Schäfers. Die Erhebung der Steuern sei seiner Meinung nach zudem ungerecht: Wer in einem alten Gründerzeithaus wohnt, profitiert. Wer neu gebaut hat, muss mehr zahlen. Nun soll das System neu geregelt werden. Doch auf Entlastung müssen Hausbesitzer warten.

3. Der Irrtum der Protektionisten
(fee.org, Donald J. Boudreaux, englisch)
Nationalistischer Protektionismus kommt derzeit rund um den Globus wieder verstärkt in Mode. Die Vertreter einer abgeschotteten Wirtschaft unterliegen jedoch einem Denkfehler, wie Donald J. Boudreaux erklärt: Menschen arbeiten, um die Knappheit von Gütern und Dienstleistungen zu reduzieren. Geschlossene Grenzen würden zwar die Arbeit im eigenen Land erhöhen. Aber als Folge gebe es für die Bürger nicht mehr, sondern weniger zu konsumieren.

4. Warum Mehrausgaben für die Infrastruktur uns alle reicher machen
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
In Wahlkampfzeiten ist es ein gängiges Politikerversprechen: Man wolle deutlich mehr für die Infrastruktur unternehmen, heißt es in Sonntagsreden. Tatsächlich zeichnet sich der Staat durch eine drastische Investitionsschwäche aus. Der von ihm verantwortete Kapitalstock schrumpft seit 2003. Auch private Investitionen entwickeln sich nur dürftig. Dieter Wermuth erklärt, warum das gravierende Folgen für den gesellschaftlichen Wohlstand hat.

5. Müde Menschen kosten die Wirtschaft Milliarden
(wiwo.de, Nora Jakob)
Viele Manager rühmen als Zeichen ihrer Leistungskraft, nur wenige Stunden Schlaf zu benötigen. Doch mangelnde Ruhezeiten machen zumindest den Großteil der Arbeitnehmer unproduktiver. Laut einer Studie verlieren heimische Unternehmen fast 210.000 Arbeitstage durch unausgeschlafene Mitarbeiter. Insgesamt schlage ein Schaden von mehr als 50 Milliarden Euro zu Buche.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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