Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen. Walther Rathenau, 1867-1922, dt. Industrieller und Politiker

5 Linktipps

5 vor 10: Arbeit, Arbeitslosengeld, Nationalismus, Karriere, Weltraum

Heute in den Linktipps: Stimmen die Behauptungen von Martin Schulz über den deutschen Arbeitsmarkt wirklich? Welche Nebenwirkungen hätte ein länger ausgezahltes Arbeitslosengeld? Und welchen Denkfehler begeht Donald Trump mit seinem ökonomischen Nationalismus? Außerdem: Warum Manager ihre Karrieren am Höhepunkt vorzeitig beenden und weshalb sich die teure Weltraumforschung womöglich bezahlt macht.

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1. Der Schulz-Test
(zeit.de, Kolja Rudzio)
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz behauptet: „Das sogenannte Normalarbeitsverhältnis gerät immer mehr unter Druck.“ Es gebe stattdessen immer mehr prekäre Arbeit, sagt der Politiker. „Zeit“-Autor Kolja Rudzio untersucht, was an dieser Aussage dran ist, und kommt zum Ergebnis: „Statistiken belegen eher das Gegenteil.“

2. Länger Arbeitslosengeld
(tichyseinblick.de, Frank Schäffler)
Auch mit seinen Plänen zu Änderungen an der Agenda 2010 sorgt SPD-Spitzenmann Martin Schulz für Diskussionen. Besonders umstritten ist seine Forderung nach einer längeren Auszahlung des Arbeitslosengeldes I. Frank Schäffler vermutet, dass dieser Schritt ungewollte Nebeneffekte mit sich bringen könnte: Unternehmen würden seiner Meinung nach ältere Arbeitnehmer zulasten der Arbeitslosenversicherung in den Vorruhestand schicken.

3. Warum sich Abschottung nicht auszahlt
(forbes.com, Stuart Anderson, englisch)
Die US-Regierung von Donald Trump propagiert einen ökonomischen Nationalismus für die Vereinigten Staaten. Dabei hat Trump vor allem Defizite in der Handelsbilanz im Visier – zum Beispiel beim Warenaustausch mit Mexiko. Ökonomen halten es jedoch für keine gute Idee, ausgeglichene Handelsbilanzen zu erzwingen. Sie warnen vor einer Schädigung der Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Firmen.

4. Richtig aussteigen
(handelsblatt.com, Anna Gauto und Christian Rickens)
Nach seinem ersten Weltmeistertitel in der Formel 1 verging nicht einmal eine Woche, bis Nico Rosberg seinen Abschied aus der Königsklasse des Rennsports erklärte. Aufhören, wenn es am schönsten ist – dieses Motto befolgen offenbar auch Manager großer Konzerne immer öfter. Das hat wohl auch etwas mit der Bezahlung zu tun: Führungskräfte haben heute deutlich früher ausgesorgt als noch vor einigen Jahrzehnten.

5. Lohnt sich Weltraumforschung überhaupt?
(qz.com, Akshat Rathi, englisch)
Die amerikanische Weltraumagentur NASA verkündete vergangene Woche die Entdeckung von sieben weiteren sogenannten Exoplaneten. Damit machte sie weltweit Schlagzeilen. Aber sind die Milliardensummen, die für die Weltraumforschung nötig sind, wirklich gut angelegtes Geld? Die Frage stellt sich besonders, wenn sogar Länder wie Indien Marsmissionen planen. Schließlich hat das Schwellenland bereits genug irdische Probleme. Akshat Rathi argumentiert jedoch: Der Nutzen der teuren Wissenschaft überwiegt ihre Kosten allemal.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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