Die Soziale Marktwirtschaft ist ohne eine konsequente Politik der Preisstabilität nicht denkbar. Nur diese Politik gewährleistet auch, dass sich nicht einzelne Bevölkerungskreise zu Lasten anderer bereichern. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

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5 vor 10: Frankreich, Krankenversicherung, Steuern, Lobbyismus, Wohlstand

In den Linktipps geht es heute um Frankreichs Wirtschaft, Amerikas Krankenversicherung und das Steuersystem unter Donald Trump. Außerdem wird eine Studie über die Wirkung von Lobbyarbeit für Unternehmen beleuchtet und die Frage, weshalb das Ideal des Tellerwäschers, der zum Millionär aufsteigt, nicht mehr so gut funktioniert wie früher.

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1. Frankreich braucht die Hilfe Deutschlands
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
Am Sonntag stimmt Frankreich über seinen nächsten Präsidenten ab. Der Pro-Europäer Emmanuel Macron gilt als Favorit. Dieter Wermuth warnt jedoch: „Wenn es ihm nicht gelingt, die französische Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und die Abgehängten in den Mainstream zu integrieren, würde ein Wahlsieg der extremen Rechten im Jahr 2022 niemanden mehr überraschen.“ Er fordert daher deutsche Unterstützung für Frankreichs wirtschaftlichen Aufstieg.

2. Wie viel ist eine Krankenversicherung wirklich wert?
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen, englisch)
Nach wochenlangen Verhandlungen ist es der republikanischen Partei in den Vereinigten Staaten nun doch gelungen, ein Gesetz zur Aufhebung der Obamacare genannten Krankenversicherung zu beschließen. Mit neuen Studien fachen Ökonomen die Debatte über die Gesundheitsversorgung weiter an. Sie stellen fest: Vielen Amerikanern ist ein gutes Krankenversicherungssystem kaum etwas wert.

3. Donald Trumps Pläne für die Unternehmensteuern
(wirtschaftlichefreiheit.de, Jan Schnellenbach)
US-Präsident Donald Trump will die Steuern für Unternehmen deutlich senken. Der auf Gewinne entfallende Steuersatz soll von 35 auf 15 Prozent reduziert werden. Das brachte Trump die Kritik ein, lediglich Klientelpolitik für reiche Unternehmer zu betreiben. Jan Schnellenbach hält das für falsch. Er sieht die Chance, dass US-Konzerne ihr im Ausland geparktes Vermögen zurück nach Amerika bringen: „Positive Effekte auf die Arbeitseinkommen der Amerikaner sind zu erwarten.“

4. Kampf unter Ungleichen
(fr.de, Stephan Kaufmann)
Wie wichtig ist politischer Lobbyismus für den Erfolg von Unternehmen? Wirtschaftswissenschaftler der Universität Illinois zeigen: offenbar sehr. Sie haben öffentliche Daten über die Besuche von Konzernvertretern bei ranghohen Regierungsmitarbeitern ausgewertet und die Ergebnisse mit der Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen verglichen. Das Ergebnis: Unternehmen mit besonders engem Politikerkontakt entwickeln sich am besten.

5. Tellerwäscher werden keine Millionäre mehr
(voxeu.org, Raj Chetty, englisch)
Der amerikanische Traum ist das Versprechen des Aufstiegs: Jeder habe die Möglichkeit, durch harte Arbeit ein besseres Leben zu führen, als es noch die eigenen Eltern getan haben. Während dieses Ideal vor einem halben Jahrhundert noch fast für jeden zutraf, wird es zunehmend zur Ausnahme. Grund dafür ist einer Analyse zufolge die einseitige Verteilung von Wohlstandszuwächsen in den vergangenen Jahrzehnten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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