Wenn keine Notwendigkeit für ein Gesetz besteht, besteht die Notwendigkeit, kein Gesetz zu erlassen. Baron de Montesquieu, 1689 - 1755, französischer Schriftsteller und Staatstheoretiker

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5 vor 10: Steuern, Reagan, Trump, Euro, Schulen

Heute in den Linktipps: Was der Staat mit den Zusatzeinnahmen in Milliardenhöhe anstellen sollte, wie Ronald Reagan mit Steuersenkungen die Wirtschaft belebte und welche Denkfehler in Donald Trumps Wirtschaftspolitik stecken. Zudem geht es um die Zukunft des Euro und den Wirtschaftsunterricht an Schulen.

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1. Einnehmender Staat
(faz.net, Heike Göbel)
Die neue Steuerschätzung führt vor Augen, wie sehr der Staat im Geld schwimmt: Bis 2021 sind weitere Mehreinnahmen von über 50 Milliarden Euro zu erwarten. „Den Gegnern einer breiten Senkung der Einkommensteuer über den gesamten Tarif gehen die Argumente aus“, schreibt Heike Göbel: „Finanziell ist eine spürbare zweistellige Milliarden-Entlastung drin, ohne dass der Reserven bunkernde Bund oder Länder und Kommunen verfassungswidrig in Schulden ausweichen müssten.“

2. Was die Geschichte über Steuersenkungen lehrt
(fee.org, Ralph R. Reiland, englisch)
Bevor Ronald Reagan zum Lieblingspräsidenten amerikanischer Konservativer aufstieg, war er ein erfolgreicher Schauspieler. In seiner Autobiografie erinnert er daran, dass er am Höhepunkt seines Erfolges zusätzlich verdiente Einnahmen fast vollständig an den Staat abführen musste. Das habe nicht nur seine eigenen Arbeitsanreize gesenkt, sondern auch den Studiomitarbeitern geschadet, die weniger verdienten, weil weniger gefilmt wurde. Die Lehren, die Reagan daraus zog, sind auch für die Politik von heute relevant, findet Ralph R. Reiland.

3. Denkfehler in Trumps Wirtschaftspolitik
(qz.com, Dan Kopf, englisch)
US-Präsident Donald Trump befindet sich nach der Entlassung von FBI-Chef James Comey im Krisenmodus. Seine wirtschaftspolitischen Ambitionen rücken dabei in den Hintergrund. In einem Interview mit dem Magazin „Economist“ allerdings hat er sich ausführlich über seine Pläne geäußert. Seine Ansichten über die Weltwirtschaft sind jedoch nicht immer mit der Realität vereinbar.

4. Macron räumt mit deutschen Illusionen auf
(zeit.de, Mark Schieritz)
Nach der Wahl von Emmanuel Macron zu Frankreichs neuem Präsidenten diskutiert Europa wieder über die Zukunft seiner Währung. Macron mache den Deutschen deutlich, „dass Staaten eine Währung teilen können, ohne füreinander einzustehen“, kommentiert Mark Schieritz. Er sieht deshalb zunehmenden Widerstand für die Haltung von Bundesfinanzminister Schäuble.

5. Von der Marktwirtschaft leben, gegen sie in der Schule ausrichten
(tichyseinblick.de, Frank Schäffler)
Welches Bild von der Wirtschaft vermitteln Lehrer ihren Schülern? Eine Studie des Verbandes der Familienunternehmer zeigt: Es ist ein düsteres. In Schulbüchern geht es demnach vor allem um Probleme bei der Verteilungsgerechtigkeit und Nachteile der Globalisierung. Wie sehr Freihandel Wohlstand schafft und Armut bekämpft, wird hingegen kaum thematisiert. Frank Schäffler fordert deshalb eine bessere ökonomische Ausbildung von Lehrern.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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