Kann sich irgendwer erinnern, daß die Zeiten einmal nicht hart waren und das Geld nicht knapp? Ralph Waldo Emerson, 1803-1882, US-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph

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5 vor 10: Freihandel, Brexit, Rente, Steuern, Griechenland

Heute in den Linktipps: Warum der freie Handel einen schweren Stand hat, was die Großbritannien-Wahl für die Brexit-Verhandlungen bedeutet und wie sich die Parteien die Rente der Zukunft vorstellen. Außerdem geht es um Steuerversprechen im Wahlkampf und Griechenlands Suche nach neuen Einnahmequellen.
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1. Das Problem mit der Globalisierung
(faz.net, Alexander Armbruster)
Der freie Handel hat es derzeit schwer. Die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten und die Entscheidung der Briten für den Austritt aus der EU markierten im vergangenen Jahr neue Höhepunkte für die Globalisierungskritiker. Überraschend kommt die Entwicklung laut Alexander Armbruster allerdings nicht. Er verweist auf die ökonomische Forschung vom Beginn des 20. Jahrhunderts, die wichtige Erklärungen für den Aufschwung der Freihandelskritiker liefert.

2. Ökonomen sehen an Großbritannien-Wahl auch etwas Positives
(n-tv.de)
Nach dem Verlust ihrer Mehrheit im britischen Unterhaus steht Premierministerin Theresa May vor schwierigen Brexit-Verhandlungen. Aus Sicht von Ökonomen ist das Wahlergebnis aber nicht nur negativ zu werten. Der harte Brexit sei abgewählt worden, kommentierte der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer. „Damit ist eine Einigung mit der EU auf längere Sicht wahrscheinlicher geworden.“

3. Warum Steuergeschenke meist daneben-gehen
(neuewirtschaftswunder.de, Thomas Fricke)
Wie in jedem Bundestagswahlkampf sind auch in diesem Jahr die Steuern eines der wichtigsten Themen. Der Blick auf die Steuerquote offenbart aus Sicht mancher Wahlkämpfer große Spielräume: Sie lag immerhin 2004 um mehrere Prozentpunkte niedriger als heute. Thomas Fricke wendet jedoch ein: Die damals geringe Steuerquote war Folge enormer wirtschaftlicher Probleme.

4. Woran die Rentenpläne der Parteien kranken
(sueddeutsche.de, Nikolaus Piper)
In den Rentenkonzepten der Parteien sind deutliche Unterschiede erkennbar. Die SPD verspricht, die Absenkung des Rentenniveaus zu verhindern, und will dafür die Steuerzahler in die Pflicht nehmen. Bei den Linken sind es besonders die Besserverdiener, die für die Rentenpläne aufkommen müssen. Die FDP will hingegen die junge Generation schützen. Unabhängig vom jeweiligen Ansatz ist aus Sicht von Nikolaus Piper aber klar: „Es ist nicht möglich, mit dem bestehenden Rentensystem Altersarmut zu bekämpfen.“

5. Neues Wirtschaftswachstum in Griechenland gegen Schuldenkrise?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Julia Rumler und Sarah Sauerhammer)
Die griechische Wirtschaft kommt trotz Milliardenhilfen durch andere EU-Länder nicht vom Fleck. Obwohl das Land mit Hilfe seiner Häfen eine gute Ausgangslage für Exporte und dank Inseln und Stränden für den Tourismus attraktiv ist, gelingt es kaum, Gelder aus dem Ausland anzuziehen. Das liegt nicht nur daran, dass das Euro-Mitglied seine Währung nicht abwarten kann. Griechenland leidet immer noch an institutionellen Problemen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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