Staatsbürgerliche Freiheit ist solange eine Illusion, als sie nicht auch auf die wirtschaftlichen Grundfreiheiten der Freizügigkeit von Kapital und Arbeit, des Rechtes auf Privateigentum und auf Sicherung ehrlichen Gewinnes gegründet ist. Alfred Müller-Armack, 1901 - 1978, deutscher Nationalökonom, Kultursoziologe

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5 vor 10: Ungleichheit, Wohnungsmärkte, Meeting-Kosten, Wettbewerb, Konjunkturzyklen

Heute geht es in den Linktipps um die positiven Effekte gesellschaftlicher Ungleichheit, die Zukunft des ostdeutschen Wohnungsmarktes und die Kosten ineffektiver Meetings. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Machtkonzentration bei Internetunternehmen und umstrittenen Konjunkturanalysen.

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1. Ungleichheit kann auch etwas Gutes sein
(sueddeutsche.de, Nikolaus Piper)
Ist die Ungleichheit in einer Gesellschaft groß, kann sie dem wirtschaftlichen Fortschritt schaden. Aber auch zu große Gleichheit könne negative Folgen haben, sagt Francesco Grigoli, Ökonom beim Internationalen Währungsfonds. Nikolaus Piper erklärt, wieso die tatsächliche Gleichheit oder Ungleichheit einer Gesellschaft umstritten und weshalb eine gewisse Konzentration von Kapital wichtig für die Wirtschaft ist.

2. Die Zukunft der ostdeutschen Wohnungsmärkte
(cesifo-group.de, Katrin Behm)
Welche Auswirkungen der demografische Wandel auf den Wohnungsmarkt in Ostdeutschland hat, haben die Dresdner Niederlassung des ifo Instituts und das Leibniz-Institut für Ökologische Raumentwicklung (IÖR) in ihrer neuen Studie (PDF) untersucht. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass bis zum Jahr 2030 mehr als eine Million Wohnungen leer stehen werden, und machen Vorschläge, an welchen Stellen der Staat eingreifen sollte.

3. Meetings kosten die Wirtschaft Milliarden
(wiwo.de, Louisa Lagé)
Dass Meetings Zeit rauben, weiß jeder, der schon in einer Konferenz saß. Eine neue Studie der Unternehmensberatung Bain & Company ergab nun, dass 40 Prozent aller Meetings ineffektiv sind. Louisa Lagé zeigt, wie Unternehmen Zeit und Geld sparen können.

4. Internet frisst Wettbewerb
(oekonomenstimme.org, Mathias Binswanger)
Ein perfekt funktionierender Markt mit vollkommener Konkurrenz sei für Unternehmen schon immer unattraktiv gewesen, schreibt Mathias Binswanger in der Ökonomenstimme. Der Ökonom, der als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten lehrt, erläutert, wie es Internetunternehmen wie Google gelang, in kurzer Zeit eine große Marktdominanz aufzubauen und welche Folgen dies für die Konsumenten hat.

5. Konjunkturanalyse geht jeden an
(makronom.de, André Kühnlenz)
Das regelmäßige Auf und Ab der wirtschaftlichen Konjunktur sei ein vergleichsweise junges Phänomen, schreibt André Kühnlenz. So würden viele Historiker die Wirtschaftskrise von 1825 in England als erste Rezession datieren. Kühlenz erklärt, wieso Konjunkturzyklen unter Ökonomen noch immer umstritten sind – und was das mit Herdentrieb und Unsicherheit zu tun haben könnte.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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