Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät. Jean Paul Getty, 1892-1976, US-amerikanischer Industrieller und Kunstmäzen

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5 vor 10: EZB, Trinkgeld, Jobs, Bewerbungen, Mieten

Heute in den Linktipps: Was macht die EZB mit den aufgekauften Staatsanleihen? Wie viel Trinkgeld ist angemessen? Und werden Roboter jemals Menschen am Arbeitsmarkt ersetzen? Außerdem geht es darum, wie man in Bewerbungsgesprächen am besten mit den eigenen Schwächen umgeht und wie stark die Mieten in Deutschland wirklich steigen.

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1. Was passiert später einmal mit dem EZB-Anleiheportfolio?
(neuewirtschaftswunder.de, David Milleker)
Während Notenbankchefin Janet Yellen in den Vereinigten Staaten dabei ist, zu einer geldpolitischen Normalität zurückzukehren, kauft die Europäische Zentralbank zur Stützung der Märkte nach wie vor massenhaft Anleihen auf. Doch was passiert mit den Wertpapieren, wenn irgendwann auch die EZB den Geldhahn zudreht? David Milleker glaubt, dass die Zentralbank dann eine komplett neue Rolle auf den Anleihemärkten übernehmen könnte.

2. Nordamerikas teure Trinkgeldkultur
(news.vice.com, Vanmala Subramaniam, englisch)
Trinkgelder in Restaurants und Bars werden für Gäste in Ländern wie den USA oder Kanada immer teurer. Während vor einem Jahrzehnt noch zehn bis 15 Prozent des Rechnungsbetrags üblich waren, werden inzwischen bis zu 25 Prozent erwartet. Und Trinkgeld ist nicht optional, sondern eine Pflicht – weil viele Menschen davon ausgehen, dass Kellner nur sehr wenig verdienen. Ein Blick auf die Statistiken zeigt aber: Das stimmt gar nicht.

3. Zukunft ohne Jobs
(cafehayek.com, Don Boudreaux, englisch)
Immer mehr Tätigkeiten, die früher von Menschen erledigt wurden, werden inzwischen von Robotern ausgeführt. Was passiert, wenn sich der Trend weiter fortsetzt? Wird es irgendwann keine Jobs mehr für Menschen geben? Der Ökonom Don Boudreaux hat große Zweifel, dass es jemals zu einer solchen Situation kommen würde. Und falls doch, beschreibt er die Welt ohne Jobs als wahres Paradies.

4. Die Schwächen im Bewerbungsgespräch
(qz.com, Adam Grant, englisch)
Wenn Bewerber nach ihren Schwächen gefragt werden, antwortet ein Großteil mit verstecktem Selbstlob: „Ich arbeite zu viel“, heißt es dann. Oder: „Fairness ist mir zu wichtig.“ Die Strategie hat jedoch einen Haken: Sie funktioniert nicht. Studien zeigen nämlich, dass Bewerber, die negative Punkte offen ansprechen, deutlich größeren Erfolg haben als diejenigen, die ihre Schwächen verschleiern.

5. Mieten steigen bundesweit um mehr als acht Prozent
(zeit.de, Zacharias Zacharakis)
Der Mietmarkt stellt viele Menschen in Deutschland vor Probleme: Die Kosten für eine Wohnung stiegen zwischen 2014 und 2016 um mehr als acht Prozent. Durchschnittlich 30 Prozent ihres Einkommens geben Haushalte an ihren Vermieter. Die Verhältnisse sind in Deutschland aber höchst unterschiedlich: Im Landkreis Wunsiedel kostet ein Quadratmeter 4,30 Euro – in München sind es im Schnitt 15,65 Euro.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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