Diejenigen, die mit Blick auf die Finanzkrise voreilig von Licht am Ende des Tunnels gesprochen haben, müssen nun feststellen, dass das in Wirklichkeit der entgegenkommende Zug war. Peer Steinbrück, *1947, dt. Politiker

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5 vor 10: Protektionismus, Frachter, E-Autos, Innovationen, Klimawandel

Heute in den Linktipps: Warum Protektionismus nur in Ausnahmefällen gut ist, Frachter immer größer werden und die Deutschen keine E-Autos mögen. Außerdem: Wahre Innovationen gibt es kaum noch, und der Klimawandel soll bereits 60.000 indische Farmer in den Suizid getrieben haben.

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1. Protektionismus wird nirgends Arbeitsplätze sichern
(project-syndicate.de, Kenneth Rogoff)
Weltweit nehmen protektionistische Tendenzen wieder zu. Doch Mauern hochzuziehen sollte nur gestattet sein, wenn sich ein Handelspartner mit subventionierten Dumpinglöhnen einen Vorteil verschaffen will. Ansonsten gelte: Langfristig leiden Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, wenn sich ein Land abschottet.

2. Franzosen bestellen Frachter der Superlative
(handelsblatt.com, Christoph Schlautmann)
Die Rekordjagd auf den Weltmeeren geht weiter: Nun will die französische Reederei CMA CGM neun Mega-Frachter mit einer Größe von jeweils 22.000 Standardcontainern (TEU) ordern. Für deutsche Häfen wird der Gigantismus indes zu einem immer größeren Problem.

3. Kein Bock auf E-Autos
(zeit.de, Sören Götz)
Trotz des Hypes um Tesla und die Skandale rund um Dieselantriebe haben die Deutschen wenig Lust auf Elektroautos. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe, wie eine Umfrage zeigt: Hohe Preise und niedrige Reichweiten schrecken die Kunden weiterhin ab.

4. Innovation ohne echten Fortschritt
(bloomberg.con, Tyler Cowen, englisch)
Weiterhin steigt die Produktivität in Industriestaaten kaum noch an. Der Ökonom Tyler Cowen hat eine mögliche Erklärung: Die heutigen Innovationen helfen nur noch, Schlimmeres zu verhindern, aber sie bedeuten keinen echten Fortschritt mehr. Zum Beispiel regenerative Energien: Sie halten zwar den Klimawandel auf, aber sie verbessern den Lebensstandard nicht – sie halten ihn nur konstant.

5. Klimawandel soll 60.000 indische Bauern in den Suizid getrieben haben
(qz.com, Harry Fortuna, englisch)
Einer Studie der Universität Berkeley zufolge hat die Erderwärmung bereits massive Auswirkungen auf die indische Gesellschaft. Demnach sollen sich wegen klimawandelbedingter Dürren bereits rund 60.000 Bauern selbst getötet haben. Die Zahl könnte in den kommenden Jahren noch deutlich steigen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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