Alle Bemühungen, eine Wettbewerbsordnung zu verwirklichen, sind umsonst, solange eine gewisse Stabilität des Geldwertes nicht gesichert ist. Walter Eucken, 1891-1950, deutscher Ökonom

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5 vor 10: Autoindustrie, Sanktionen, Brasilien, Bildung, Erbschaften

Heute in den Linktipps: Wie wichtig ist die Autoindustrie für die deutsche Wirtschaft? Warum sorgen die US-Sanktionen gegen Russland für Konflikte in Europa? Und weshalb boomt in Brasilien das Geschäft der Räuber? Außerdem geht es um vermeintlich kostenfreie Bildung und Milliardenerbschaften in Deutschland.

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1. Dieselgate lässt das deutsche Wirtschaftswunder wanken
(welt.de, Holger Zschäpitz)
Mit der Autoindustrie steht derzeit im Zuge der Abgasdebatte einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes in der Kritik. Schon jetzt gibt es Indizien, dass die Branche auch wirtschaftliche Konsequenzen zu spüren bekommt: Die Zahl der hergestellten Autos geht bereits zurück. Holger Zschäpitz erklärt, weshalb das zum ernst zu nehmenden Konjunkturproblem werden könnte.

2. Warum die US-Sanktionen Europa spalten
(wiwo.de, Silke Wettach)
Mit harten Worten verurteilte die Bundesregierung die neuen Sanktionen, die der US-Kongress gegen Russland beschloss: Völkerrechtswidrig seien die Maßnahmen, wetterte Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries. Der Grund für die Empörung: Die Strafmaßnahmen treffen auch das Pipeline-Projekt Nord Stream 2, das Gas von Russland nach Rügen bringen soll. In Europa ist das Vorhaben jedoch umstritten und sorgt nun auch im Umgang mit den USA für Meinungsverschiedenheiten.

3. Das Geschäft von Brasiliens Räubern floriert
(bloomberg.com, Mac Margolis, englisch)
Brasiliens Wirtschaft galt einst als Hoffnungsträger unter den Schwellenländern. Inzwischen ist die Konjunktur in dem südamerikanischen Land jedoch eingebrochen. Kriminelle Banden machen dort allerdings noch immer viel Geld. Besonders stark nehmen die Überfälle auf den Autobahnen zu. Der Schaden liegt in Milliardenhöhe.

4. Die versteckten Kosten politischer Angebote
(pixeloekonom.de, Johannes Eber)
Wenn Unternehmen in ihren Kaufverträgen Kosten unterschlagen, dann kommt es nicht selten zum Proteststurm der Verbraucherschützer. In der Politik ist das anders: Bei Wahlversprechen blickt offenbar kaum jemand genau auf das Kleingedruckte. Als Beispiel nennt Johannes Eber das Versprechen kostenfreier Bildung. Denn natürlich werde auch in Zukunft kein Lehrer gratis arbeiten. Es gehe nicht darum, die Kosten abzuschaffen, sondern um die Frage, wer sie tragen soll.

5. Das Ende der Leistungsgesellschaft
(zeit.de, Sören Götz)
Rund 400 Milliarden Euro werden in Deutschland jedes Jahr von einer Generation auf die nächste vererbt. Die Erbschaften sind einer der Hauptgründe für Wohlstand: Sie sind laut einer Umfrage für zwei Drittel der Millionäre ein wesentlicher Grund für ihr Vermögen. Doch ist es wirklich gerecht, wenn Wohlstand immer in der Familie bleibt? Es gibt Anzeichen, dass sich die Ungleichheit dadurch verschärft.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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