Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren. Andre Kostolany, 1906-1999, US-amerikanischer Finanzexperte

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5 vor 10: Wirtschaftsweise, Steuern, Öl, Langeweile, Türkei

Heute in den Linktipps: Die Wirtschaftsweisen fordern die Entlastung der Mittelschicht, die Empörung über manche Enthüllung der Paradise Papers ist falsch, und trotz Elektromobilität wird die Ölnachfrage wohl noch lange steigen. Außerdem: Warum sich Arbeitnehmer langweilen und wie die Türkei ein Automobilstandort werden will.

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1. Das fordern die Wirtschaftsweisen
(faz.net, Manfred Schäfers, Henrike Rossbach)
Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung legt der künftigen Bundesregierung eine „Neujustierung der Wirtschaftspolitik“ ans Herz. Von dieser fordern die Ökonomen statt weiterer sozialer Wohltaten Steuersenkungen und die Abschaffung des Soli. Auch die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung könnten reduziert werden.

2. Warum Unternehmen Steuern vermeiden sollten
(welt.de, Ralf-Dieter Brunowsky)
Der Publizist Ralf-Dieter Brunowsky kritisiert Angriffe auf Firmen nach den Enthüllungen der Paradise Papers. „Wenn aber Unternehmen wie Nike oder Apple oder auch deutsche Konzerne an den Pranger gestellt werden, weil sie möglichst wenig Steuern zahlen wollen, geht mir das zu weit“, schreibt er. Denn: Firmen haben die Pflicht, Steuern zu sparen und dafür legale Wege zu finden.

3. Mehr Elektroautos – na und?
(handelsblatt.com, Matthias Streit)
Alles spricht von der E-Mobilität. Doch während der Hype um Elektroautos schon Fantasien vom Ende des Ölzeitalters beflügelt, sorgt sich das Ölkartell OPEC keineswegs um sein Geschäft: Bis 2040 werde der Ölverbrauch der Welt von heute 97 auf 111 Millionen Barrel pro Tag ansteigen. Andere Prognosen gehen in eine ähnliche Richtung.

4. „Es werden zu viele Bullshit-Jobs kreiert“
(tagesanzeiger.ch, Laura Frommberg)
Studien zufolge klagen viele Arbeitnehmer über Langeweile. Die Verantwortung dafür liegt sowohl bei den Beschäftigten als auch beim Vorgesetzten, sagt der Arbeitspsychologe Felix Frei. Manche Jobs seien allerdings auch einfach überflüssig.

5. So will Erdogan die Türkei zur Auto-Nation machen
(manager-magazin.de, Wilfried Eckl-Dorna)
Bekommt der Automobilstandort Deutschland bald Konkurrenz aus der Türkei? Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das zumindest vor. Der erste Schritt: Ein Konsortium aus fünf türkischen Firmen soll in wenigen Jahren ein Fahrzeug entwickeln, das vollständig in der Türkei gebaut wird.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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