Ich habe hart für mein Geld gearbeitet, indem ich Sachen produziert habe, die die Leute brauchen. Ich glaube, dass der fähige Unternehmer, der Wohlstand und Arbeitsplätze schafft, mehr historische Bedeutung verdient als Politiker und Soldaten. John Paul Getty, 1892-1976, US-amerikanischer Industrieller

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5 vor 10: Bürgerversicherung, Wohneigentum, Inflation, Produktivität, Protektionismus

Heute in den Linktipps: Warum die Bürgerversicherung zur Kostenfalle werden kann, wie Wohneigentum bezahlbar wäre, wohin die Inflationspolitik der Notenbanken führt und an welchen Stellen die EU protektionistisch ist. Zudem gehen wir der Frage nach, wann wir am produktivsten sind.

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1. Die Bürgerversicherung kann zur Kostenfalle werden
(sueddeutsche.de, Nikolaus Piper)
Würde man das deutsche Gesundheitssystem noch einmal von Grund auf neu erschaffen, würde man sicher einiges anders machen, kommentiert Nikolaus Piper die Lage der Krankenversicherungen. Allerdings stehe diese Maßnahme der Politik nun mal nicht zur Verfügung, daher sollte man lieber fragen, ob sich der Aufwand lohnt und ob die SPD die Bürgerversicherung tatsächlich zur Bedingung machen will.

2. Wie Wohneigentum wieder bezahlbar wäre
(zeit.de, Michael Voigtländer)
Die nächste Regierung sollte der Mittelschicht den Hauskauf erleichtern, schreibt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte im Institut der deutschen Wirtschaft. Das könne funktionieren, indem man etwa die Erwerbsnebenkosten senken würde. Um Grunderwerbssteuer, Makler, Notar und den Eintrag ins Grundgesetzbuch zu zahlen, müssen Mieter etwa in Nordrhein-Westfalen über 50.000 Euro berappen. Dieses Geld hätten allerdings nur elf Prozent der Mieter.

3. Warten auf Godot – Auf der Suche nach Inflation
(Wirtschaftliche Freiheit, Norbert Berthold)
Die Wirtschaftspolitik denke nicht nur das bisher Undenkbare, sie mache es auch, analysiert Norbert Berthold: „Den wichtigsten Notenbanken ist nichts mehr heilig. Lange Zeit kämpften sie einen arbeitsmarktpolitisch oft verlustreichen Kampf gegen eine steigende Inflation. Das Tabu monetärer Staatsfinanzierung, lohnpolitische Maßhalteappelle an die Tarifpartner und eine gnadenlos restriktive Geldpolitik als ultima ratio waren ihre Waffen. Seit der Finanzkrise ist allerdings eine keynesianische Konterrevolution im Gang.“ Die Notenbanken litten immer öfter unter „deflationärer Paranoia“ und täten alles, die Inflation auf Trab zu bringen, schreibt Berthold.

4. Wann sind wir produktiv?
(priceonomics.com, englisch)
Schaut man sich die Daten aus der Projektmanagement-Software Redbooth an, die aufzeichnet, wann Mitarbeiter ihre Aufgaben begonnen und wann fertiggestellt haben, lassen sich Rückschlüsse darauf ziehen, wann Mitarbeiter produktiv arbeiten. So fällt auf, dass im Oktober weitaus mehr Aufgaben erledigt werden als im Januar, montags mehr als freitags oder um elf Uhr morgens mehr als kurz nach dem Mittagessen. Was lässt sich daraus lernen?

5. Protektionistische EU
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Die EU gelte häufig als ein Hort des Freihandels, schreibt Tobias Straumann – allerdings basiere die europäische Integration vielmehr auf dem sogenannten Zwei-Kreis-Modell. Das bedeute: „Die Mitglieder sollen sich wie in einem Club gegenseitig Privilegien zugestehen, die den Nichtmitgliedern nicht offenstehen.“ Straumann macht deutlich, was das etwa für die Schweiz bedeutet.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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