Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein. Philip Rosenthal, 1916-2001, Unternehmer

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5 vor 10: Werbung, Steuern, EU, Brexit, Wachstum

Heute in den Linktipps: Wie viel von dem, was wir kaufen, brauchen wir wirklich? Was würde es bringen, Steuerparadiese auszutrocknen? Was bezweckt Martin Schulz mit seinem EU-Radikalismus? Wie wirkt der Brexit sich regional aus? Und: Führen Steuersenkungen zu mehr Wachstum?

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1. Brauchen wir das wirklich?
(bloomberg.com, Mark Whitehouse, englisch)
In den fünfziger Jahren stellte der Ökonom John Kenneth Galbraith fest: Werbung kann künstliches Verlangen nach Produkten schaffen. Wie viel von dem, was wir heute kaufen, brauchen wir wirklich? Dieser Frage geht Mark Whitehouse nach. Aktuell sei der Anteil an den Ausgaben der Haushalte in den USA auf dem höchsten Stand seit 17 Jahren.

2. Steuerparadiese austrocknen – eine Aufgabe für Europa
(blog.zeit.de/herdentrieb, Dieter Wermuth)
Zwischen 30 und 50 Milliarden Euro mehr könnte der deutsche Fiskus einnehmen, würde er entschlossener gegen die Steuerflucht, die Steuervermeidung und die Steueroptimierung kämpfen, schreibt Dieter Wermuth und zeigt, wie das funktionieren könnte. Eine Idee: die Harmonisierung der Gewinnsteuern.

3. Was bezweckt Martin Schulz mit seinem EU-Radikalismus?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Andreas Freytag)
Dieser Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Martin Schulz sorgte zuletzt für Aufsehen: Die Europäische Union solle zu einem Bundesstaat weiterentwickelt werden – Länder, die den Änderungen nicht zustimmen, müssten die EU verlassen. So unrealistisch diese Forderungen sein mögen, so sehr verwundert, wie jemand in Zeiten von Brexit und AfD-Erstarken solche Forderungen formulieren kann. Andreas Freytag analysiert, was Schulz motiviert haben könnte.

4. Brexit wirkt sich regional sehr unterschiedlich aus
(VoxEU, Wen Chen, Bart Los, Philip McCann, Raquel Ortega-Argiles, Mark Thissen, englisch)
Eine Analyse der Auswirkungen verschiedener Brexit-Varianten auf nationaler Ebene vernachlässigt die Heterogenität regionaler wirtschaftlicher Auswirkungen. Ökonomen stellen auf VoxEU nun einen Datensatz vor, der Anteile des regionalen Arbeitseinkommens quantifizieren soll, die von einem Brexit jeweils betroffen wären. „Die Ergebnisse zeigen, dass für UK-Regionen deutlich mehr auf dem Spiel steht als für den Rest der EU – mit Ausnahme Irlands“, schreiben die Forscher.

5. Mehr Wachstum durch Steuersenkungen?
(themoneyillusion.com, Scott Sumner, englisch)
US-Präsident Donald Trump will die Bundessteuern für Unternehmen von 35 auf 20 Prozent senken, etwa 190 Milliarden Dollar weniger müssten die Unternehmen dann an Steuern zahlen. Scott Sumner fragt, ob diese massive Steuerkürzungen zu mehr Wachstum führen können.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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