Wenn der Bauer will, dass ihm seine Kuh anständig Milch gibt, muss er dafür sorgen, dass sie auch genug zu fressen hat. Peter Bofinger, *1954, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Wirtschaftsweiser

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5 vor 10: Brexit, Digitalisierung, Entwicklungshilfe, Ungleichgewichte, Rezession

Heute in den Linktipps: Hat sich die Verhandlungsposition der EU in den Brexit-Verhandlungen verbessert? Wälzt die Digitalisierung wirklich alles um? Wie können westliche Staaten die Volkswirtschaften von Entwicklungsländern stützen? Kehren die globalen Ungleichgewichte zurück? Zudem beschäftigen wir uns mit der Frage: Wie kann man auf die nächste Rezession reagieren, wenn die Leitzinsen bereits so niedrig sind?

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1. Europa am Drücker
(bloomberg.com, Leonid Bershidsky, englisch)
Die Verhandlungsposition Großbritanniens habe sich im Zuge der Brexit-Verhandlungen immer weiter verschlechtert, schreibt Leonid Bershidsky bei Bloomberg View. Eine Lösung ist nicht in Sicht. Den Briten allerdings scheine dies sogar in die Karten zu spielen, meint der Autor: Je größer der zeitliche Abstand zum Referendum, desto mehr könne man von der einstigen radikalen Position abweichen.

2. Digitalisierung und Ökonomie
(wirtschaftlichefreiheit.de, Gordon J. Klein)
Die Debatte um zukünftiges Wirtschaften sei im Zuge der Digitalisierung meist von Aufgeregtheit geprägt. Auch wenn die Digitalisierung zu einer Umwälzung und Innovationssteigerung der Wirtschaft führe, bedeute dies nicht, „dass alles Wissen umgestürzt und alle Methoden obsolet sind“, mahnt Gordon J. Klein, Juniorprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Dezidierte Analysen seien nach wie vor entscheidend.

3. Wenn europäische Gelder afrikanische Fischer ruinieren
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
China, die EU, Japan, Russland, die USA und andere Länder subventionieren ihre Hochseefischerei so stark, dass es sich für die Fangflotten lohnt, vor Afrikas Küsten zu fischen. Gleichzeitig geben sie Milliarden für Entwicklungshilfe aus. Statt Meere leer zu fischen und Entwicklungshilfe zu zahlen, wären unilaterale Zollsenkungen der bessere Weg, die wirtschaftliche Entwicklung der Länder zu fördern, schreibt Tobias Straumann.

4. Rückkehr der globalen Ungleichgewichte?
(neuewirtschaftswunder.de, David Milleker)
Wird die Steuerreform in den USA die globalen Ungleichgewichte wieder verstärken, fragt David Milleker, Chefvolkswirt bei Union Investment. Zum einen biete es einen großen Anreiz, keine Gewinne in Niedrigsteuerländer zu verlagern, zum anderen könnte ein Importsog entstehen, da teure Inlands- durch Auslandsgüter gegen billigere ausländische Waren ersetzt würden. Welcher Effekt ist nun stärker?

5. Bereit für die nächste Rezession?
(project-syndicate.org, Barry Eichengreen, englisch)
Wie kann ein Staat auf eine Krise reagieren, wenn eines der zentralen Instrumente zum Ankurbeln der Wirtschaft wie eine Leitzinssenkung kaum noch Spielräume zulässt? Mit dieser Frage beschäftigt sich Barry Eichengreen, Professor für Economics an der University of California in Berkeley.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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