Nicht alle Reformen kosten Geld, und nicht alles, was Geld kostet, ist deshalb schon eine Reform. Helmut Schmidt, 1918-2015, dt. Politiker

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5 vor 10: Jobs, Konjunktur, Bitcoin, Dollar, Eurokrise

Heute in den Linktipps: das deutsche Beschäftigungswunder, die boomende Wirtschaft und der rasante Aufstieg von Bitcoin. Außerdem geht es um den schwachen Dollar und einen Lösungsvorschlag für die Probleme der Eurozone.

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1. Das deutsche Wirtschaftswunder und sein Lohnrätsel
(tichyseinblick.de, Alexander Horn)
Die deutsche Arbeitsmarktstatistik kann sich sehen lassen: Fast 45 Millionen Erwerbstätige verzeichnen die Behörden derzeit – rund fünf Millionen mehr als zu Zeiten der Finanzkrise. Kritiker bemängeln, dass sich das Jobwunder nicht auch in deutlich steigenden Löhnen niederschlage. Tatsächlich sind die Reallöhne kaum gestiegen, erklärt Alexander Horn. Hauptgrund dafür sei das Produktivitätsproblem der heimischen Wirtschaft.

2. Es ist einfach Geld da
(zeit.de, Zacharias Zacharakis)
Die Wirtschaft wächst um mehr als zwei Prozent, die Beschäftigung steht auf Rekordniveau. Gleichzeitig steigen die privaten Konsumausgaben und die Investitionen von Unternehmen. „Kaum einer Branche geht es wirklich schlecht. Die für Deutschland wichtige Exportindustrie beispielsweise steuert 2017 auf das vierte Rekordjahr in Folge zu“, schreibt Zacharias Zacharakis. Er begibt sich auf eine Rundreise durch das Land der Erfolgreichen.

3. Was ein Wirtschaftsnobelpreisträger von Bitcoin hält
(qz.com, John Detrixhe, englisch)
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos, das heute zu Ende geht, hat sich in den vergangenen Tagen die wirtschaftliche Elite getroffen. Thema war auch eine Erfindung, die im vergangenen Jahr viele neue Millionäre und Milliardäre hervorgebracht hat: die Digitalwährung Bitcoin. Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller fand für die Kryptowährung dennoch vor allem kritische Worte – und verwies auf andere Möglichkeiten, das Zentralbanksystem zu modernisieren.

4. Währungsfrust
(faz.net, Philip Plickert)
Mit einer knappen Äußerung, wonach ein schwacher Dollar ganz gut für die amerikanische Wirtschaft sei, schickte Amerikas Finanzminister Steven Mnuchin die Währung seines Landes gestern weiter auf Talfahrt. Europas Zentralbankchef Mario Draghi beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Denn der vergleichsweise starke Euro erschwert nun das Erreichen des Inflationsziels von rund zwei Prozent. Am Ende könnte er gezwungen sein, die lockere Geldpolitik länger beizubehalten als eigentlich geplant.

5. So wären die EU-Staaten sanierbar
(wiwo.de, Ferdinand Knauß)
Die SPD will in der großen Koalition offenbar weitere Mittel auf europäischer Ebene zur Verfügung stellen, um die wirtschaftliche Angleichung der Eurostaaten zu beschleunigen. Ferdinand Knauß sieht darin die Bereitschaft zum weiteren Ausbau einer Transferunion. Er fordert stattdessen, die Vermögen der nationalen Privathaushalte zur Konsolidierung der nationalen Staatsfinanzen heranzuziehen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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