Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen. Walther Rathenau, 1867-1922, dt. Industrieller und Politiker

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5 vor 10: Zölle, Europa, Freihandel, Mobilität, BIP

Heute in den Linktipps: Die Debatte um Donald Trumps Strafzölle, Europas Reaktion und die Zukunft des Freihandels. Außerdem geht es um extrem mobile Menschen, die das Interesse von Arbeitgebern geweckt haben – und um die Vor- und Nachteile des Bruttoinlandsprodukts.

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1. Trumps Angriff auf Deutschland wird zum Eigentor
(welt.de, Nikolaus Doll)
Donald Trump sendet neue Handelsdrohungen Richtung Europa: Er warnt vor möglichen Importzöllen für Autos – und zielt damit klar auf die deutschen Hersteller. Wirtschaftsvertreter erwarten, dass ein solcher Schritt negative Auswirkungen auf beiden Seiten des Atlantiks haben werde. Ökonomen sprechen sich gegen europäische Handelsrestriktionen als Reaktion auf die US-Politik aus.

2. Europa sollte sich Trump öffnen – statt ihm zu drohen
(sueddeutsche.de, Cerstin Gammelin)
Der Handelskonflikt mit den USA hat europäische Politiker zu weitreichenden Drohungen verleitet. Die Eskalation in der Rhetorik ist aus Sicht von Cerstin Gammelin aber der falsche Weg. „Statt jetzt stur Gleiches mit Gleichem zu vergelten, sollte in Berlin und Brüssel überlegt werden, wie Trump zufriedengestellt werden kann“, schreibt sie. Deutschland und Europa hätten gewichtige Trümpfe.

3. Trumps deutsche Freunde
(faz.net, Ralph Bollmann)
Mit den beschlossenen Strafzöllen der USA auf Stahl und Aluminium ist das Streben nach einem transatlantischen Freihandelsabkommen nach Meinung von Ralph Bollmann nun vorerst passé. Er gibt den Gegnern von TTIP eine Mitverantwortung. „Es war ein Glücksfall, dass Barack Obama zu Beginn seiner zweiten Amtszeit die TTIP-Verhandlungen auf den Weg brachte“, schreibt er. „Besonders die Deutschen haben die Chance ausgeschlagen.“

4. Jobber auf dem großen Treck
(zeit.de, Heike Buchter)
Ein eigenes Haus zu besitzen, das war für die meisten Amerikaner lange Zeit unverzichtbarer Teil des „American Dream“. Doch die Einstellung zum Eigenheim ändert sich. Eine wachsende Gruppe verzichtet ganz auf das feste Zuhause und zieht es vor, in ihrem Auto zu leben. „Workamper“ nennt sich diese Gruppe. Mehrere Arbeitgeber werben gezielt um die extrem mobile Klientel.

5. Der Aufstieg und Fall des BIP
(project-syndicate.org, Video, englisch)
In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Schätzungen über Steuereinnahmen der wichtigste Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes. Dann entwickelte der Ökonom Simon Kuznets das Konzept des Bruttoinlandsproduktes, das seither die Debatte um den Aufstieg von Volkswirtschaften prägte. Doch das BIP ist in den vergangenen Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Taugt es noch als statistischer Maßstab?

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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