Eine punktuelle, hier und dort in den Marktzusammenhang eingreifende Wirtschaftspolitik führt, sobald sich diese Eingriffe summieren, zu einer Verwirrung des Ganzen. Alfred Müller-Armack, 1901 - 1978, deutscher Nationalökonom, Kultursoziologe

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5 vor 10: Grundsteuer, Meetings, Zölle, Lohnlücke, Banken

Heute in den Linktipps: Ist das Ende der Grundsteuer gekommen? Wie sollte man reagieren, wenn man vom Chef ins Rampenlicht gestellt wird? Wieso schrumpft die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern so langsam? Zudem beschäftigen uns eine mögliche Reaktion auf Trumps Strafzölle und die Ungleichheit, die die Eurokrise anheizte.

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1. Das Ende der Grundsteuer ist gekommen
(welt.de, Michael Fabricius)
Die Höhe der Grundsteuer wird in Deutschland mit Einheitswerten ermittelt, die im Westen im Jahr 1964 festgelegt wurden, im Osten sogar vor dem Zweiten Weltkrieg im Jahr 1935. Da scheint es kaum verwunderlich, dass die Haupteinnahmequelle der Gemeinden umstritten ist. Michael Fabricius hat angesichts des Urteils des Bundesverfassungsgerichtes die unterschiedlichen Positionen betrachtet und beschreibt, welche Alternativen es gibt.

2. Wie reagieren, wenn der Chef einen ins Rampenlicht stellt?
(hbr.org, Paul Axtell, englisch)
Wer in einem Meeting vom Chef um seine Meinung gefragt wird, empfindet das möglicherweise vor allem als unangenehm und peinlich. Wieso sich die Aufmerksamkeit der Kollegen aber für sich nutzen lässt und welche Vorbereitung das erfordert, erklärt Paul Axtell in der Harvard Business Review. Auch der Spruch „Meine Gedanken wurden bereits von jemandem anderen ausgedrückt“, kommt vor.

3. „Deutschland sollte seine Zölle auf Autos senken“
(wiwo.de, Thomas Schmelzer)
Dass die EU mit ihrer aktuellen Strategie – Donald Trump davon zu überzeugen, dass seine Pläne für Strafzölle ziemlich teuer werden könnten – Erfolg haben könnte, bezweifelt Welthandel-Experte Rolf Langhammer im Interview mit Thomas Schmelzer. Stattdessen schlägt der Vizepräsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel vor, dass Deutschland seine Zölle senken sollte.

4. Achtung, Lohnlücke
(npr.org, Stacey Vanek Smith und Cardiff Garcia, englisch, Podcast)
20 Prozent weniger verdienen Frauen – so lautet die Zahl für die Lohnlücke in den USA. Warum bekommen Frauen noch immer weniger Gehalt? Stacey Vanek Smith und Cardiff Garcia gehen dieser Frage in ihrem Podcast nach und stellen dabei neue Erkenntnisse vor. Etwa dass die Löhne der Frauen in den hoch lukrativen Jobs am langsamsten an die der Männer heranwüchsen.

5. Ungleichheit hat die Eurokrise angeheizt
(project-syndicate.org, Benedicta Marzinotto, englisch)
Mit der Liberalisierung der Banken in der Europäischen Union hätten vor allem die Geringverdiener in den Peripherie-Staaten Zugang zu Krediten bekommen, schreibt Benedicta Marzinotto, Gastprofessorin für „EU Macroeconomic Policies and Governance“ am College of Europe im belgischen Brügge. Zugleich verbesserte sich in den kerneuropäischen Staaten das Angebot der Kreditinstitute. Wieso diese Ungleichheit die Eurokrise angeheizt hat, beschreibt die Autorin auf Project Syndicate.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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