Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschaften würden, um Gewinn zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur leben würden, um zu atmen. Hermann Josef Abs, 1901-1994, deutscher Bankier, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG (1957-1967)

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5 vor 10: Leistung, geistiges Eigentum, Managergehälter, Konjunktur, Inflation

In den Linktipps geht es heute um einen ungerechten Leistungsbegriff, den möglichen Schutz von geistigem Eigentum in Zeiten der Globalisierung und um Machtkonzentrationen im deutschen Management. Außerdem befassen wir uns mit der Konjunktur in der Eurozone und dem Inflationsrisiko.

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1. Wie ungerecht ist das denn?
(zeit.de, Bernd Kramer)
In unserer Gesellschaft werde Leistung im Arbeitsleben „stark physikalisch“ gedacht, beschreibt die Kölner Historikerin Nina Verheyen im Interview mit Bernd Kramer. Man denke „Leistung als aufgewendete Arbeit oder als Energieverbrauch pro Zeiteinheit“. Das sei problematisch, denn so werde Teamarbeit oder die Arbeit jener Menschen, die bloß eine schwache Interessenvertretung hätten, falsch bewertet.

2. Der Schutz des geistigen Eigentums
(npr.org, Stacey Vanek Smith und Cardiff Garcia, englisch, Podcast)
Wie können Staaten das geistige Eigentum ihrer Firmen schützen? Im Planet-Money-Podcast haben Stacey Vanek Smith und Cardiff Garcia über diese Frage mit dem Harvard-Ökonomen Kenneth Rogoff gesprochen. Anlass ist der 600 Milliarden-Dollar-Schaden, der den USA durch Plagiate entsteht. Verspricht der Versuch Erfolg, den Missbrauch durch Einfuhrzölle einzudämmen?

3. Schwächt das Machtkartell der Manager!
(wiwo.de, Ferdinand Knauß)
Empörung darüber, dass gescheiterte Manager „so gut wie keine Einbußen ihrer fürstlichen Entlohnung hinnehmen müssen“, sei angemessen, kommentiert Ferdinand Knauß. Den Grund dafür sieht Knauß im Machtkartell der Manager. Linke Politiker wollten die Gehälter deckeln, stattdessen sollte man aber die Machtkonzentration in den Aufsichtsräten auflösen, fordert Knauß.

4. Drei Risiken für die Konjunktur der Eurozone
(Wall Street Journal via capital.de, Simon Nixon, englisch)
Die deutschen Exporte sowie die Industrieproduktion haben im ersten Quartal diesen Jahres geschwächelt. Ob dies nur Momentaufnahmen oder schon die ersten Indikatoren für eine Schwächung der Konjunktur in der Eurozone sind, analysiert Simon Nixon.

5. IWF warnt vor plötzlich anspringender Inflation
(welt.de, Anne Kunz)
Früher oder später müssen die Zentralbanken der Welt ihre Volkswirtschaften von den Minizinsen entwöhnen. Ein radikaler Entzug aber erhöht das Risiko für Inflation massiv, das bescheinigt der Internationale Währungsfonds in seinem jüngsten Stabilitätsbericht. Anne Kunz beschreibt zudem, was Anleger von ETFs jetzt beachten müssen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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