Das Defizit ist wie eine Rolltreppe. Gleichgültig, was für ein Budget ein Parlament beschließt, die Staatsschulden bewegen sich automatisch nach oben. John Davidson Rockefeller jr., 1874-1960, US-amerikanischer Unternehmer

- Linktipps

5 vor 10: Italien, Deutschland, Reichtum, Verluste, Gehälter

Heute in den Linktipps: Die ökonomischen Gründe für den Erfolg der italienischen Populisten, die zunehmende Kritik an Deutschlands Wirtschaftspolitik, die Moral von Reichtum und die Angst vor Verlusten. Außerdem geht es um Berufe, die einen besonders schnellen finanziellen Aufstieg ermöglichen.

(mehr …)


1. Warum wählen so viele Italiener Populisten?
(pixeloekonom.de, Johannes Eber)
Bis zur Einführung des Euro war Italien bekannt dafür, regelmäßig die Lira abzuwerten, um so die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Das geht mit der Gemeinschaftswährung nicht mehr. Johannes Eber verweist darauf, dass viele Ökonomen vor den negativen Folgen gewarnt haben. Zu sehen sind sie unter anderem in der Gruppe der jungen Italiener. Dort liegt die Arbeitslosigkeit bei über 30 Prozent – und in dieser Gruppe schnitten die italienischen Populisten besonders gut ab.

2. Wut auf die Deutschen – Keiner mag uns – warum nur?
(neuewirtschaftswunder.de, Thomas Fricke)
Deutschland steht für seine Wirtschaftspolitik in der Kritik. Die Populisten in Italien beklagen die Berliner Rolle in der Eurokrise. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump attackiert die deutschen Exporte. Thomas Fricke findet, dass man diese Klagen nicht einfach abtun sollte: „Deutschland hat zur aktuellen Krise womöglich zwar weniger beigetragen, als es der eine oder andere italienische Populist oder US-amerikanische Präsident nahelegt, aber viel mehr, als es hierzulande bislang wahrgenommen wird.“

3. Warum Reichtum die Menschenwürde verletzt
(tichyseinblick.de, Rainer Zitelmann)
In seinem vielbeachteten Buch „Reichtum als moralisches Problem“ liefert Christian Neuhäuser die philosophischen Grundelemente der Kapitalismuskritik. Er beschreibt bereits Menschen mit dem doppelten Durchschnittseinkommen als Reiche, die ein moralisches Problem darstellten, und erklärt, weshalb er Gesellschaften mit möglichst geringer Ungleichheit vorzieht. Rainer Zitelmann antwortet ihm: „Denkt man das zu Ende, müsste sich der Autor wieder das China zu Maos Zeiten zurückwünschen.“

4. So ängstlich sind wir gar nicht
(blogs.faz.net, Winand von Petersdorff)
Verhaltensökonomen unterstellen Menschen regelmäßig irrationales Verhalten, wenn es um den Umgang mit Risiken geht. Verluste würden überbewertet, mögliche Gewinne zu gering gewichtet. Neue Studien wecken jedoch Zweifel an dieser Sichtweise. Verhaltensökonomen haben laut Winand von Petersdorff möglicherweise eine wichtige Grundregel übersehen: „Um Erfolg zu haben, muss man erst einmal überleben.“

5. Diese Berufe versprechen die schnellsten Gehaltssteigerungen
(welt.de, Daniel Eckert)
Dass Gehälter kräftig steigen, je mehr Erfahrung ein Angestellter hat, ist alles andere als ein Automatismus. Die Steigerungsmöglichkeiten sind extrem abhängig vom jeweiligen Berufsfeld. Während SAP-Berater und Vermögensverwalter ihre Einnahmen zehn Jahre nach Berufsstart um mehr als 50 Prozent erhöhen können, schneiden Altenpfleger und Berufskraftfahrer besonders schlecht ab.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen Ökonomen-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Instagram und Twitter, und abonnieren Sie unseren WhatsApp-Nachrichtenkanal, RSS-Feed oder einen unserer Newsletter.

  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge