Ist das nötige Geld vorhanden, ist das Ende meistens gut. Bertolt Brecht, 1898-1956, deutscher Dramatiker, Lyriker

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5 vor 10: Zölle, G7, Freihandel, Aktien, Schweiz

Heute in den Linktipps: Sollte Europa die Zölle senken? Wie geht es nach dem Eklat um die G7 weiter? Ist das Zeitalter des Freihandels Geschichte? Und warum fürchten sich Anleger vor einem Kurssturz? Außerdem geht es um die umstrittene Vollgeldinitiative in der Schweiz.

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1. Europäer, senkt die Zölle!
(faz.net, Ralph Bollmann)
Europa und die USA haben zu keiner gemeinsamen Linie im Handelsstreit gefunden. Die EU könnte als Reaktion auf US-Zölle nun ihrerseits neue Zölle einführen. Ralph Bollmann sieht das skeptisch. Die EU argumentiere doch, dass die USA sich mit Zöllen selbst schaden. Die EU sollte deshalb die Vorteile offener Märkte demonstrieren und Zölle senken – „nicht als Zugeständnis an Trump, sondern weil es uns in langer Perspektive nützt“.

2. Der Abgesang kommt zu früh
(wiwo.de, Sven Böll)
Den Eklat liefert US-Präsident Donald Trump im Nachhinein: Über Twitter zieht er seine Zustimmung zur Abschlusserklärung der G7-Staaten wieder zurück. Die sieben großen Industrieländer erscheinen angesichts des beispiellosen Vorgangs tief gespalten. Sven Böll findet aber, dass man die Gipfel der Staatengruppe dennoch nicht abschreiben sollte: „Reden ist fast immer besser als Schweigen.“

3. Warum der Freihandel eine Zukunft hat
(bloomberg.com, Tyler Cowen, englisch)
Der zunehmende Protektionismus rund um den Globus führt bei vielen Beobachtern zu der Sorge, dass das Zeitalter der Globalisierung wieder von Nationalismus abgelöst wird. Der Ökonomie-Professor Tyler Cowen hält diese Sicht aber für zu pessimistisch. Er glaubt, dass sich die Errungenschaften des Freihandels nicht ohne Weiteres zurückdrehen lassen. Schließlich sei die Welt noch nie so stark vernetzt gewesen wie heute.

4. Aktien und Bonds extrem teuer
(blog.zeit.de, Dieter Wermuth)
Wer auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2009 in Dax-Unternehmen investiert hat, konnte sich seither über ordentliche Gewinne freuen: Der Index stieg um mehr als 200 Prozent. Die Wirtschaftsleistung Deutschlands hingegen nur um 37,5 Prozent. Für Dieter Wermuth ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass die Preise an den Finanzmärkten gerade erstaunlich hoch sind. Er nennt mehrere Gründe, die bald zu einer Korrektur führen könnten.

5. Die Schweiz will keine Geldexperimente
(nzz.ch, Thomas Fuster)
In der Schweiz forderten Aktivisten ein weitreichendes Experiment: Banken sollte es ihrer Meinung nach nicht mehr erlaubt sein, über die Kreditvergabe Bargeld zu schöpfen. Die sogenannte Vollgeldinitiative scheiterte aber bei der Volksabstimmung deutlich. „Warum ausgerechnet die Schweiz als Versuchslabor für ein Vollgeldsystem herhalten und das riskante Experiment wagen soll, blieb der Mehrheit der Stimmbevölkerung aus guten Gründen schleierhaft“, kommentiert Thomas Fuster.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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