Jede Ausgabe des Staates beruht auf einem Verzicht des Volkes. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

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5 vor 10: Mieten, Arbeit, Berufswahl, Bauern, Brücken

Heute geht es in den Linktipps um steigende Mieten, sinnlose Jobs, notdürftige Bauern und marode Brücken. Zudem beschäftigen wir uns mit der Berufswahl: Wann wählen Kinder den gleichen Beruf, wie die Eltern?

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1. Von wegen Miet-Abzocke
(sueddeutsche.de, Thomas Öchsner)
Um 37 Prozent sind die Mieteinnahmen der Vermieter in den Städten von 2005 bis 2015 gestiegen. Allerdings, so behauptet nun eine Umfrage des Eigentumer-Verbands, Haus und Grund Deutschland, erhöht nur knapp ein Viertel der befragten privaten Vermieter die Miete bei einem Mieterwechsel. Sind für die massiven Preissteigerungen also vor allem die institutionellen Vermieter verantwortlich? Dieser Frage geht Thomas Öchsner nach.

2. Die Nullsummen-Wirtschaft
(project-syndicate.org, Adair Turner, englisch)
Bullshit Jobs, so nennt der Anthropologe David Graeber „sinnlose“ Jobs, die es nur gebe, um im Status- und Einkommenswettbewerb besser abzuschneiden. Auf 30 Prozent schätzt Graeber von der London School of Economics jene Jobs, die nichts Sinnvolles erschaffen würden – und dazu zählt er auch Steuerangestellte oder Anwälte, schreibt Adair Turner. Das eigentliche Problem sei, dass immer mehr Wirtschaftstätigkeiten eine reine Verteilungsfunktion erfüllten.

3. Wie der Vater so der Sohn?
(voxeu.org, Sauro Mocetti, Giacomo Roma und Enrico Rubolino, englisch)
Unter welchen Umständen entscheidet sich ein Kind, den gleichen Beruf zu lernen und auszuüben, wie ein Elternteil? Das wollten die Ökonomen Sauro Mocetti, Giacomo Roma und Enrico Rubolino wissen und haben sich Berufsentscheidungen und Regulierungen angesehen.

4. Schwierige Suche nach bedürftigen Hitzeopfern
(faz.net, Thorsten Winter)
150 Millionen Euro stehen bereit, um hessischen Bauern, die von der Dürre betroffen sind, zu helfen. Doch wer bekommt wie viel? Thorsten Winter, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung der FAZ, erklärt, warum es kompliziert ist, jene Bauern auszumachen, die tatsächlich extreme Ernteeinbußen haben.

5. „Sobald die Defizite erkannt sind, tickt die Uhr!“
(wiwo.de, Marius Wolf)
Viele Brücken sind in kritischem Zustand, in Nordrhein-Westfalen sind es 15 Prozent. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW, erklärt, wann Brücken geschlossen, saniert oder neu gebaut werden müssen – und wieso die Bürokratie bei der Instandsetzung mitunter zu starken Verzögerungen führt.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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