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5 vor 10: Zuwanderung, Dollar, Diskriminierung, Bargeld, Börsen

Heute in den Linktipps: Die Einwanderungspolitik der Bundesregierung, die Stärke des Dollar und Diskriminierung am Arbeitsmarkt. Außerdem geht es um die Liebe der Schweizer zum Bargeld und die Frage, wie lange der Börsen-Aufschwung noch dauern kann.


1. Die Regierung und die Zuwanderung
(faz.net, Heike Göbel)
Der Fachkräftemangel wird für die Wirtschaft zum immer größeren Problem. Zuwanderung ist ein wichtiger Weg, um das Problem zu lindern. Deshalb sind die geplanten Einreiseerleichterungen im Rahmen eines Zuwanderungsgesetzes richtig, findet Heike Göbel. Sie warnt aber: „Die Wirtschaft muss bangen, ob die Kraft einer Regierung für dieses Vorhaben reicht, die in Sachen Migration das Vertrauen verspielt hat.“

2. Wie der Dollar die Welt überraschte
(qz.com, Eshe Nelson, englisch)
Noch 2017 hatte der Dollar eines seiner schlechtesten Jahre seit der Jahrtausendwende. Viele Analysten glaubten, dass es in diesem Jahr so weitergehen würde. Stattdessen wertete der Dollar aber im Vergleich zu fast allen Währungen massiv auf. Das brachte Länder wie die Türkei wegen hoher Dollar-Schulden in Bedrängnis. US-Präsident Donald Trump kann sich nicht so recht entscheiden, ob er die Dollar-Stärke für gut oder schädlich hält.

3. Warum Arbeitgeber bei gleicher Qualifikation eher Männer als Frauen einstellen
(fehradvice.com)
Frauen haben es am Arbeitsmarkt schwerer als Männer. Das allein mit Diskriminierung zu erklären greift aber zu kurz, wie eine Studie von Harvard- und Stanford-Wissenschaftlern zeigt. Sie legt nahe, dass Arbeitgeber wohl nicht grundsätzlich etwas gegen die Einstellung von Frauen haben. Sie unterliegen jedoch womöglich einem statistischen Bias, der sie dazu verleitet, eher Männer einzustellen.

4. Die Schweizer und ihr Bargeld
(oekonomenstimme.org, Tobias Trütsch)
Die Schweiz bekommt eine neue 200-Franken-Banknote, was bei der Presse, aber auch bei den Bürgern auf großes Interesse stößt. Bargeld spielt in der Schweiz eine wichtige Rolle. In kaum einer anderen Industrienation werden so viele Transaktionen bar abgewickelt wie dort. „Die Beziehung der Schweizer zu ihrem Bargeld ist einzigartig“, schreibt Tobias Trütsch. „Bargeld bietet einen Hauch von Freiheit.“

5. Die Börsenrallye stirbt nicht an Altersschwäche
(bloomberg.com, Barry Ritholtz, englisch)
Seit dem Ende der Finanzkrise, die vor zehn Jahren die Börsenwelt erschütterte, haben die Aktienmärkte rund um den Globus massiv an Wert gewonnen. Viele Anleger fragen sich, ob die Zeit der stetig steigenden Kurse nach so langer Dauer nicht bald zu Ende gehen müsste. Barry Ritholtz sieht dahinter einen Denkfehler: Gute Zeiten an den Aktienmärkten enden nicht deshalb, weil sie schon lange dauern.

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