Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschaften würden, um Gewinn zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur leben würden, um zu atmen. Hermann Josef Abs, 1901-1994, deutscher Bankier, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG (1957-1967)

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5 vor 10: Leistungsbilanz, Handelskrieg, Notenbanken, Verhaltensökonomie, Zuhören

In den Linktipps geht es heute um die Kritik an Deutschlands Leistungsbilanzüberschuss, um den Handelskrieg von Donald Trump und um seine Kritik an der US-Notenbank. Weitere Themen sind lehrreiche Experimente von Verhaltensökonomen und die Kunst des Zuhörens im Management.

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1. Daran ist Deutschland nicht schuld
(faz.net, Matthias Hertle)
Deutschland exportiert deutlich mehr Waren ins Ausland, als es in anderen Ländern einkauft. Das führt zu einem Leistungsbilanzüberschuss, der so groß ist wie in keinem anderen Land: In diesem Jahr wird er Schätzungen zufolge wohl bei 300 Milliarden Dollar liegen. Im Ausland stößt das auf heftige Kritik: Politiker wie US-Präsident Donald Trump sehen ihre Länder benachteiligt. Forscher des Ifo-Instituts liefern nun Argumente gegen diese Sicht.

2. So funktioniert der globale Handel wirklich
(youtube.com, Last Week Tonight, englisch)
Der Comedian John Oliver nimmt sich in seiner Show „Last Week Tonight“ jede Woche eines Themas an, das ziemlich trocken für eine Unterhaltungssendung scheint. In der aktuellen Folge beschäftigt er sich mit dem globalen Handelskrieg und dem erschreckenden Ökonomie-Unverständnis von US-Präsident Donald Trump. Oliver erklärt unter anderem, wieso die USA sich mit der neuen Zollpolitik selbst zu schaden drohen.

3. Warum Donald Trump Druck auf die Fed macht
(bloomberg.com, Noah Smith, englisch)
Unabhängigkeit von Notenbanken ist aus Sicht von Ökonomen unverzichtbar. Doch US-Präsident Donald Trump scheint davon kaum beeindruckt: Er kritisiert offen die jüngsten Zinsentscheidungen der Federal Reserve. Das könnte mit den negativen Folgen seines umstrittenen Handelskriegs zusammenhängen, glaubt Noah Smith.

4. Verhaltensökonomie: Jeder Anwendungsfall ist anders
(fehradvice.com)
Wie lässt sich die Zahlungsmoral von Steuerpflichtigen wirksam erhöhen? In einer britischen Kommune hatten Verhaltensökonomen einen Erfolg und einen Misserfolg: Erwartungsgemäß brachten vereinfachte Steuerformulare auch mehr Menschen dazu, rechtzeitig ihre Steuern zu zahlen. Verweise auf soziale Normen brachten hingegen nicht den erhofften Erfolg. Die Erkenntnis der Forscher: Quasi sicher geglaubte Annahmen der Verhaltensökonomen sollten je nach Anwendungsfall hinterfragt werden.

5. Zuhören kann den Unterschied machen
(wiwo.de, Claudia Tödtmann)
Eine Umfrage unter deutschen Unternehmenslenkern offenbart, dass Manager sich nur wenig Zeit nehmen, um sich die Wünsche und Einschätzungen ihrer Beschäftigten anzuhören. Das ist ein Fehler, sagt Claudia Tödtmann. Sie sieht aufmerksames Zuhören als die Grundvoraussetzung für jede Zusammenarbeit: „Wer sich bei der Arbeit ignoriert fühlt, tritt langfristig die Reise ins geistige Exil an. Manager, die nicht richtig hinhören, treffen womöglich falsche Entscheidungen.“

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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