Die Klage über die Schärfe des Wettbewerbes ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen. Walther Rathenau, 1867-1922, dt. Industrieller und Politiker

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5 vor 10: Einwanderung, Digitalsteuer, Produktivität, Geld, Dollar

Heute in den Linktipps: Wie das neue Einwanderungsgesetz aussehen sollte, welche Gefahren sich hinter einer Digitalsteuer verbergen und wie sich die Produktivität im digitalen Zeitalter entwickelt. Außerdem geht es um die Frage, ob Geld glücklich macht und ob der Dollar die Leitwährung der Welt bleiben kann.

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1. Drei Punkte für ein gutes Einwanderungsgesetz
(zeit.de, Matthias Lücke)
Die deutsche Wirtschaft braucht dringend Fachkräfte und ist deshalb zunehmend auch auf die Zuwanderung von Menschen außerhalb der Europäischen Union angewiesen. Das von der Bundesregierung geplante Einwanderungsgesetz soll den Zuzug ermöglichen und regeln. Der Ökonom Matthias Lücke hält die bisher vorgestellten Eckpunkte noch nicht für ausreichend. Er erklärt, wie sich die Zuwanderung erleichtern lässt, ohne Anreize für illegale Einreisen zu erhöhen.

2. Eine Digitalsteuer gefärdet den deutschen Wohlstand
(sueddeutsche.de, Cesrtin Gammelin)
Internetkonzerne wie Facebook und Google stehen in Europa in der Kritik: Ihnen wird vorgeworfen, über Werbeeinblendungen zwar gute Geschäfte mit europäischen Konsumenten zu machen, aber dennoch in der EU keine oder nur sehr geringe Steuern zu bezahlen. Europäische Politiker drängen deshalb auf eine sogenannte Digitalsteuer, die die Umsätze dieser Unternehmen treffen soll. Cerstin Gammelin warnt jedoch davor. Die Idee könnte ihrer Meinung nach neue Begehrlichkeiten wecken, die auch deutsche Exporteure treffen würden.

3. Warum sind wir nicht produktiver?
(npr.org, englisch, Podcast)
Steigende Produktivität ist der Schlüssel zu mehr Wohlstand: Wenn wir mit dem gleichen Einsatz mehr produzieren können als früher, steigen Unternehmensgewinne, Löhne und unser Lebensstandard. Technologische Errungenschaften haben im 20. Jahrhundert zu beispiellosen Produktivitätssteigerungen geführt. Doch ausgerechnet im Zeitalter des Internets schwächt sich das Produktivitätswachstum ab. Der NPR-Podcast „Planet Money“ versucht herauszufinden, weshalb das so ist.

4. Macht Geld doch glücklich?
(wiwo.de, Kristina Antonia Schäfer)
Hohe Gehälter gelten in modernen Unternehmen längst nicht mehr als der entscheidende Motivationsfaktor. Stattdessen versuchen Arbeitgeber mit einer ausgeglichenen Work-Life-Balance und möglichst interessanten Tätigkeiten zu punkten. Sie reagieren damit auch auf Forschungsarbeiten, die nahelegen, dass mehr Geld nicht wirklich glücklicher macht. Eine neue Studie weckt nun aber Zweifel an der Argumentationskette. Ist Geld für das Lebensglück etwa wichtiger als gedacht?

5. Trumps Politik wird zu einer Ablösung des Dollars führen
(welt.de, Jeffrey D. Sachs)
Der US-Dollar ist die Leitwährung der Weltwirtschaft. Für die Amerikaner ist das eine komfortable Situation. Sie können so etwa im Ausland Kredite in der eigenen Währung aufnehmen. Dadurch ist es für die Vereinigten Staaten quasi unmöglich, bankrottzugehen. Doch die Politik von US-Präsident Donald Trump gefährdet laut Jeffrey D. Sachs die Rolle des Dollar. China versuche angesichts des Handelskriegs beispielweise, seine Abhängigkeit vom US-Finanzsystem zu verringern.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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