In neuerer Zeit ist Wachstum zum wichtigsten Heilmittel gegen Arbeitslosigkeit geworden. John Kenneth Galbraith, 1908-2006, Ökonom

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5 vor 10: Wirtschaftskonflikte, Finanzkrise, Liberalismus, Immobilienblase, Brasilien

In den Linktipps geht es heute um die Vielzahl globaler Wirtschaftskonflikte. Außerdem werfen wir einen Blick zurück auf die Finanzkrise, die vor zehn Jahren die Weltwirtschaft traf, nachdem in den USA eine Blase am Immobilienmarkt geplatzt war. Ein weiteres Thema: Welche wirtschaftspolitischen Reformen muss Brasiliens künftige Regierung dringend angehen?

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1. Das Recht des Reicheren
(faz.net, Johannes Pennekamp und Winand von Petersdorff)
Strafzölle der USA gegen China, Boykottaufrufe der Türkei Richtung Amerika, Wirtschaftssanktionen gegen Russland: Aktuell gibt es eine ganze Reihe von Konflikten, die mit ökonomischen Mitteln ausgetragen werden. Zeichnet sich da ein Trend ab? Johannes Pennekamp und Winand von Petersdorff sehen die Sache differenziert: „Einerseits bekämpfen sich Staaten und Wirtschaftsräume seit Jahrhunderten mit wirtschaftlichen Mitteln. Andererseits gibt es sehr wohl eine neue Qualität – da Wirtschaft als Waffe immer effektiver eingesetzt werden kann.“

2. Diese Narben hat die Finanzkrise hinterlassen
(qz.com, Allison Schrager, englisch)
Vor zehn Jahren hat der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers die globale Finanzwelt in eine tiefe Krise gestürzt. Inzwischen haben sich Banken und Börsenkurse zwar wieder erholt. Die Generation der Millennials ist aber immer noch von der Finanzkrise gezeichnet. Studien zeigen, dass sie deutlich seltener in Aktien investieren oder sich unternehmerisch engagieren als üblich. Es scheint, als hätte die Krisenerfahrung in der Jugend ein anderes Risikobewusstsein mit sich gebracht.

3. Nicht der Liberalismus hat in der Finanzkrise versagt
(nzz.ch, Peter A. Fischer)
Die Finanzkrise vor zehn Jahren hat den Kritikern einer liberalen Wirtschaftsordnung Auftrieb verliehen. Die Krise hat aus ihrer Sicht gezeigt, wie hemmungsloser Kapitalismus die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft ziehen kann. Peter A. Fischer hält dagegen: Nicht der Liberalismus habe in die Finanzkrise geführt, sondern ein mangelhafter ordnungspolitischer Rahmen.

4. „Ich dachte, ich würde dort alt werden“
(zeit.de, Karina Rozwadowska)
Ihren Anfang nahm die Finanzkrise von 2008 mit einem Platzen der Hypothekenblase auf dem amerikanischen Immobilienmarkt. Viele Menschen hatten hohe Kredite für ihre Häuser aufgenommen, die sie nicht mehr bezahlen konnten. Zahlreiche Eigenheime wurden deshalb zwangsversteigert. Guillermo Galindo ist einer der Betroffenen. Er erzählt, wie es dazu kam, dass er sein Haus verlor – und was hinterher mit ihm und seiner Familie passiert ist.

5. Finanzmärkte beobachten den Wahlkampf in Brasilien
(welt.de, Thomas Wendt)
Brasilien galt als Teil der sogenannten Brics-Staaten einmal als eines der vielversprechendsten Schwellenländer. Doch inzwischen kommt das südamerikanische Land wirtschaftlich kaum noch voran. Vor den Präsidentschaftswahlen weist Thomas Wendt darauf hin, wie dringend wirtschaftspolitische Reformen nötig sind: zum Beispiel mit Blick auf die ausufernde Staatsverschuldung und das Rentensystem.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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