Kann sich irgendwer erinnern, daß die Zeiten einmal nicht hart waren und das Geld nicht knapp? Ralph Waldo Emerson, 1803-1882, US-amerikanischer Schriftsteller, Philosoph

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5 vor 10: Fachkräftemangel, Handel, Brexit, Innovationen, Afrika

Heute in den Linktipps: Die Gründe für den Fachkräftemangel, die richtige Strategie für Erfolg im globalen Handel, schlechte Aussichten mit Blick auf den Brexit und der Innovationsdrang in der Wirtschaft. Außerdem geht es um den Kampf gegen Armut in Afrika und was das mit der Bevölkerungsentwicklung zu tun hat.

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1. Stellen: viele, Bewerber: null
(faz.net, Laura Nowak)
Alle sechs Monate erstellt die Bundesagentur für Arbeit eine sogenannte Engpassanalyse für den deutschen Arbeitsmarkt. Sie zeigt darin auf, in welchen Berufen und Regionen ein besonders großer Fachkräftemangel herrscht. In der aktuellen Version werden 61 Berufe aufgelistet. Die Gründe für die Unbeliebtheit der jeweiligen Jobs fallen jedoch höchst unterschiedlich aus. Laura Nowak begibt sich auf eine Spurensuche.

2. Wie man im Welthandel zum Gewinner wird
(economics21.org, Lyman Stone, englisch)
US-Präsident Donald Trump hat eine sehr simple Sicht auf den globalen Handel: Wer viel exportiert und wenig bei anderen Ländern einkauft, ist erfolgreich. Wer umgekehrt eher importiert, zählt zu den Ausgebeuteten. Dass diese Meinung viele logische Fehler hat, haben schon zahlreiche Ökonomen kritisiert. Lyman Stone vermisst jedoch ein alternatives Konzept – und formuliert nun, welche Handelspolitik ein Land tatsächlich erfolgreich macht.

3. Sieg der Hardliner – der Brexit lässt sich nicht mehr verhindern
(handelsblatt.com, Kerstin Leitel)
Auf dem Gipfeltreffen in Salzburg kam es zu keiner Annäherung zwischen der EU und Großbritannien in Sachen Brexit. Ein „weicher“ Ausstieg aus der Europäischen Union wird laut Kerstin Leitel damit immer unwahrscheinlicher. „Den Schaden, den das anrichtet, werden die Briten in den kommenden Jahren zu spüren bekommen: Unternehmen werden Investitionen zurückfahren, Arbeitsplätze werden abwandern, und das Wirtschaftswachstum wird sich verlangsamen“, schreibt sie. „Es ist ein hoher Preis, den die Briten für die Machtspiele einiger EU-Skeptiker zahlen werden.“

4. „Neues entsteht durch Freiraum“
(wiwo.de, Maximilian Rösgen)
Die Digitalisierung der Wirtschaft führt Unternehmen vor Augen, wie wichtig Innovationen sind, um ökonomisch zu überleben. Innovationsforscher Christian Schuldt kritisiert jedoch, dass bei der Suche nach neuen Produkten die Bedürfnisse der Kunden oftmals vergessen werden. „Ein Klassiker ist der smarte Kühlschrank. Wer hat heute ein echtes Problem mit der Nutzung seines normalen Kühlschranks?“, fragt er. „Die ‚Smartifizierung‘ macht in so einem Fall alles komplizierter und erfüllt kein echtes Bedürfnis. Solche Pseudoinnovationen sind Geschöpfe eines Tunnelblicks innerhalb von Unternehmen.“

5. Afrikas Bevölkerungswachstum und der Kampf gegen Arbeit
(qz.com, Alex Ezeh, englisch)
Im Kampf gegen Armut kommt Afrika voran: Der Zugang zu Bildung, Gesundheitsdienstleistungen und guter Arbeit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten für Millionen Einwohner des Kontinents verbessert. Das rasante Bevölkerungswachstum erschwert es allerdings, die Erfolge fortzuschreiben. Bis 2050 wird sich die Einwohnerzahl des Kontinents Prognosen zufolge verdoppeln. Alex Ezeh plädiert für eine offene Diskussion über die Konsequenzen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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