Eine punktuelle, hier und dort in den Marktzusammenhang eingreifende Wirtschaftspolitik führt, sobald sich diese Eingriffe summieren, zu einer Verwirrung des Ganzen. Alfred Müller-Armack, 1901 - 1978, deutscher Nationalökonom, Kultursoziologe

- Linktipps

5 vor 10: Gesundheitspolitik, Diesel, Börse, Kapitalismus, Vermögen

Heute in den Linktipps: Teure Gesundheitspolitik, die Zukunft des Diesels, Umgehen mit dem nächsten Börsencrash und eine Verteidigung des Kapitalismus. Außerdem geht es um einen neuen globalen Vermögensreport.

(mehr …)


1. Sachpolitik à la Spahn
(faz.net, Andreas Mihm)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verspricht nach dem Koalitionsstreit einen Fokus auf Sacharbeit. Er hat tatsächlich einige Gesetze in der Arbeit, die das Gesundheitssystem reformieren sollen. Sein Tatendrang stößt aber auch auf Kritik. Spahn verpflichtet Ärzte, mehr Sprechstunden für Kassenpatienten anzubieten, und lockt dafür mit mehr Geld. Es soll zu Mehrausgaben von mindestens 1,3 Milliarden Euro im Jahr kommen, rechnet Andreas Mihm vor und kommentiert: „Nachhaltig geht anders.“

2. Zurückgeben, nachrüsten, neu kaufen?
(sueddeutsche.de, Markus Balser und Michael Bauchmüller)
Die Besitzer von Dieselautos stehen derzeit vor großer Unsicherheit. In einigen Städten drohen ihnen Fahrverbote, und sogar die Stilllegung der Autos ist angesichts der Dieselaffäre ein Thema. Nach wochenlanger Diskussion sollen beim Koalitionsgipfel am Freitag Lösungsmöglichkeiten zur Sprache kommen. Markus Balser und Michael Bauchmüller erklären die Optionen.

3. Reich werden im Crash ist nicht so leicht
(wiwo.de, Daniel Stelter)
Die Börse in den USA erreicht immer neue Höchststände und entwickelt sich dabei scheinbar ungeachtet globaler Risiken durchweg positiv. Manche Anleger wittern eine Blase und würden deshalb gerne auf fallende Kurse setzen. Doch solche Wetten sind hochriskant, erklärt Daniel Stelter. Er empfiehlt Anlegern, stattdessen auf Märkte zu blicken, die von der Masse derzeit weitgehend ignoriert würden.

4. Wie der Kapitalismus zu seinem schlechten Ruf kam
(fee.org, Peter Lewin, englisch)
Kaum jemand bekennt sich gerne dazu, Kapitalist zu sein. Kapitalisten gelten als gierig und sozial verantwortungslos. Sozialistische Vordenker wie Karl Marx haben zu dieser Prägung des Begriffs einen entscheidenden Beitrag geleistet, dessen Auswirkung bis heute zu spüren ist. Peter Lewin setzt sich dafür ein, die Deutungshoheit über das Wort zurückzugewinnen. Er will den Begriff von seiner historischen Last befreien.

5. Die Zeit der Sorglosigkeit für die Reichen scheint vorbei
(handelsblatt.com, Robert Landgraf)
Der Global Wealth Report liefert einen detaillierten Einblick in die weltweiten Vermögensverhältnisse. Mit einem durchschnittlichen Nettogeldvermögen von rund 52.000 Euro liegt Deutschland nur auf Platz 18 der reichsten Länder. An der Spitze stehen die Schweiz und die USA. Die Vermögenden können laut dem Bericht zwar damit rechnen, dass ihr Wohlstand weiterhin steigt. So sorgenlos wie im vergangenen Jahr dürften sie bei der Vermögensverwaltung aber nicht mehr sein.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen Ökonomen-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Instagram und Twitter, und abonnieren Sie unseren WhatsApp-Nachrichtenkanal, RSS-Feed oder einen unserer Newsletter.

  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge