Was ökonomisch richtig und was politisch opportun ist, ist selten identisch. John Kenneth Galbraith,1908 - 2006, amerikanischer Ökonom, Sozialkritiker, Präsidentenberater, Romancier und Diplomat

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5 vor 10: Zinsen, Marktmacht, Inflation, Europa, Mindestlohn

Heute beschäftigen wir uns in den Linktipps mit der Schattenseite höherer Zinsen, der überbordenden Marktmacht von Amazon und Co., dem Kampf gegen die Inflation in der Türkei, der Identifikation der Bürger mit der EU sowie der Suche nach Mitarbeitern, wenn man ihnen den Mindestlohn zahlen muss.

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1. Die Rückkehr der Zinsen
(sueddeutsche.de, Nikolaus Piper)
In den großen Volkswirtschaften der Welt kündigt sich verstärkt eine Zinswende an – doch gerade die Schwellenländer können schnelle Steigerungen durch mangelnde Macht und Bonität nicht abfedern. Nikolaus Piper beschreibt, was das für die Weltwirtschaft bedeutet und wieso es für Deutschland aus heutiger Sicht richtig war, an der schwarzen Null festzuhalten.

2. Amazons Marktmacht wirkt sogar noch selbstverstärkend
(welt.de, Michael Gassmann)
Im deutschen Onlinehandel gilt: Die Großen wie Otto, Amazon oder Zalando werden immer größer – und graben den kleineren Shops die Kundschaft ab. Michael Gassmann hat eine Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI analysiert und beschreibt, weshalb sich das Phänomen noch verstärken dürfte.

3. Erdogan will die Inflation einfach verbieten
(wiwo.de, Philipp Mattheis)
In der Türkei patrouilliert die Polizei nun durch die Supermärkte auf der Suche nach zu hohen Preisen etwa für Waschmittel oder Zahnpasta – hohe Preise, die die Inflation befeuern könnten. Dabei sind die Polizisten mit einer Liste ausgestattet, auf der der faire Preis vermerkt ist. Philipp Mattheis beschreibt, welche Probleme die Türkei stattdessen zur Lösung des Inflationsproblems ansehen sollte.

4. Ökonomen schlagen Maßnahmen für stärkere Identifizierung der Bürger mit Europa vor
(cesifo-group.de, Sarah Ciaglia, Clemens Fuest und Friedrich Heinemann)
Junge, viel gereiste junge Menschen fühlen sich häufig als Europäer, ältere, ärmere Menschen weniger. Um die Akzeptanz der Europäischen Union auch in diesen Gruppen zu fördern, fordern Ökonomen des Mannheimer ZEW und des Münchner ifo Instituts eine Art Erasmus für Rentner.

5. Auf der Suche nach einem besseren Match?
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen)
Mit dem Mindestlohn würden Arbeitgeber sich ihre Mitarbeiter sorgfältiger aussuchen – und dafür auch eine längere Suche in Kauf nehmen, davon gehen einige Modelle aus. Doch wie ist das in der Realität? Tyler Cowen stellt eine Studie vor, die dies untersucht hat.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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