Jeder sollte wissen: Je kleiner die Schritte, desto mehr Schritte muss er machen. Horst Köhler, *1943, Bundespräsident AD

- Linktipps

5 vor 10: Italien, Konjunktur, Devisen, Banken, Wohnkosten

Heute in den Linktipps: mögliche Optionen, auf den Regelbruch Italiens zu reagieren, Anzeichen für ein Ende des Booms in Deutschland, die deutsche Devisenpolitik, lohnenswerte Kundenbeziehungen von Banken sowie der ungleiche Anstieg der Wohnkosten.

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1. Europa hat der italienischen Erpressung wenig entgegenzusetzen
(handelsblatt.com, Jan Hildebrand)
Der vorsätzliche Regelbruch des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts durch die italienische Regierung stelle die EU vor eine erhebliche Herausforderung, schreibt Jan Hildebrand: Alle Optionen, die sie nun habe, seien schlechte. Ein Kompromiss würde ein unerwünschtes Signal an die anderen Mitgliedstaaten senden. Ohne ein Einschreiten wiederum könnte das überschuldete Land dem Rest der EU zur Gefahr werden.

2. Das Ende des Booms
(zeit.de, Zacharias Zacharakis)
Zwischen Mai und September hat die Unsicherheit in deutschen Unternehmen so stark zugenommen wie zuletzt 2008 und 2009, zeigen Daten des ifo Instituts. Zacharias Zacharakis hat die aktuelle wirtschaftliche Lage analysiert: Trumps Zölle, der drohende Brexit, der Mangel an Arbeitskräften und die eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten der EZB im Falle einer neuen Krise bereiten den Unternehmern Sorge.

3. US-Schatzamt rügt deutsche Wirtschaftspolitik
(acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com)
Das Schatzamt der USA nimmt die Devisenpolitiken der Schweiz, Chinas, Japans, Deutschlands, Koreas und Indiens unter die Lupe. Wird in diesen Ländern die Währung manipuliert? Der Blogger Acemaxx hat sich die Situation in Deutschland angesehen: Ein Leistungsbilanzüberschuss von über acht Prozent des BIP, eine niedrige Inflation, schwache Lohnentwicklung, eine niedrige Inlandsnachfrage würden der hiesigen Wirtschaft einen Konkurrenzvorteil im Handel verschaffen, heißt es.

4. Banken profitieren von engen Kundenbeziehungen: Sparer halten „ihrer“ Bank auch in Krisenzeiten die Treue
(oekonomenstimme.org, Martin Brown, Benjamin Guin und Stefan Morkoetter)
Haben Banken ein starkes Verhältnis zu ihren Kunden aufgebaut, ziehen diese auch in Krisenzeiten ihr Geld weniger wahrscheinlich ab, das zeigt eine Untersuchung der Universität St. Gallen, für die 1.475 Schweizer Haushalte befragt wurden. Sind also jene Banken, die sich für ihre Kunden eingesetzt haben, weniger anfällig für die nächste Krise?

5. Anstieg der Wohnkosten verstärkt Ungleichheit
(faz.net, Heike Göbel)
Die unteren Einkommensbezieher mussten in den vergangenen Jahren einen größeren Anteil ihres Einkommens für ihre Unterkunft ausgeben, die oberen Einkommensbezieher immer weniger, ergibt eine Auswertung, die in Kooperation des Centre for Research and Analysis am University College in London und der Humboldt-Universität entstanden ist. Heike Göbel analysiert, welche Rückschlüsse dies zulässt.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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