Alle Bemühungen, eine Wettbewerbsordnung zu verwirklichen, sind umsonst, solange eine gewisse Stabilität des Geldwertes nicht gesichert ist. Walter Eucken, 1891-1950, deutscher Ökonom

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5 vor 10: EZB, Konjunktur, Kindergeld, Kuka, Seidenstraße

Heute geht es in den Linktipps um die mögliche Unterstützung der EZB für italienische Banken, Zeichen für ein Abflachen der Konjunktur, die Ökonomie des Kindergeldes, den Abgang des Kuka-Vorstandschefs sowie sinkende Handelskosten durch die geplante neue Seidenstraße.

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1. Hilft die EZB mit einem Kreditprogramm Italiens Banken?
(handelsblatt.com, Frank Wiebe)
Die EZB leiht den Banken teilweise zu Kreditzinsen von unter null Geld, damit diese ihre Kreditvergabe ankurbeln. Allerdings stecken viele der Geldhäuser ihr Geld lieber in Staatsanleihen und stocken so ihre finanziellen Ressourcen auf. Wie sinnvoll ist die Maßnahme also? Die Gelder scheinen vor allem den kriselnden italienischen Banken zu helfen, vermutet Frank Wiebe.

2. Fertig machen zur Talfahrt
(zeit.de, Ingo Malcher, Lisa Nienhaus, Kolja Rudzio und Mark Schieritz)
Die Nachfrage zum Beispiel nach deutschen Autos sinkt, zudem leiden viele deutsche Unternehmen an Überhitzungserscheinungen – sie bekommen kaum noch Personal und manchmal nicht einmal dringend nötige Bauteile. Ingo Malcher, Lisa Nienhaus, Kolja Rudzio und Mark Schieritz sind zu Unternehmen gefahren, die den Abschwung bereits spüren. Was kann man von ihnen lernen?

3. Die Ökonomie des Kindergelds
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Markus Diem Meier)
Geben Familien, wenn sie mehr Kindergeld bekommen, das Geld tatsächlich für ihre Kinder aus oder investieren sie es in ihren eigenen Konsum? Markus Diem Meier stellt eine Studie der Bertelsmann Stiftung vor. Demnach geben Eltern eine 100 Euro-Erhöhung des Kindergeldes zuerst für höhere Miete, Turnangebote und Musikunterricht aus.

4. Und plötzlich muss der Kuka-Chef gehen
(sueddeutsche.de, Christoph Giesen, Peking, Elisabeth Dostert und Thomas Fromm)
Der chinesische Kuka-Investor Midea hat sich von Vorstandschef Till Reuter getrennt. Christoph Giesen, Elisabeth Dostert und Thomas Fromm gehen der Frage nach, wie es zu der Entscheidung kam, und analysieren, was es bedeutet, wenn chinesische Investoren in deutsche Firmen einsteigen.

5. Handel wird mit der neuen Seidenstraße billiger
(voxeu.org, François de Soyres, Alen Mulabdic, Siobhan Murray, Nadia Rocha und Michele Ruta, englisch)
Vor fünf Jahren stellte China das Megaprojekt der neuen Seidenstraße vor, das unter anderem London mit Shanghai verbinden soll. Die Weltbank-Ökonomen François de Soyres, Alen Mulabdic, Siobhan Murray, Nadia Rocha und Michele Ruta haben untersucht, ob sich der teure Bau lohnt. Sie gehen davon aus, dass die Transportzeiten auf einigen Strecken um rund vier Prozent sinken könnten, was wiederum zu sinkenden Kosten führt.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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