Eine freiheitliche Wirtschaftsordnung kann auf die Dauer nur dann bestehen, wenn und solange auch im sozialen Leben der Nation ein Höchstmass an Freiheit an privater Initiative und Selbstvorsorge gewährleistet ist. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

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5 vor 10: Brexit, Handel, Depressionen, Altersvorsorge, Rentensysteme

In den Linktipps geht es heute um den Brexit, den Freihandel und Depressionen am Arbeitsplatz. Außerdem: Wie viel Geld ist nötig, um die Rentenlücke zu schließen? Und wie können die Rentensysteme in Industrieländern nachhaltiger werden?

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1. Misstrauensvotum gegen die Brexiters
(bloomberg.com, Therese Raphael, englisch)
Theresa May bleibt im Amt: Eine Misstrauensabstimmung im Parlament konnte sie für sich entscheiden. Die Unsicherheiten mit Blick auf den Brexit bleiben aber. Heute versuchen die Staats- und Regierungschefs der EU auf einem Brexit-Gipfel eine Lösung zu finden. Das Abstimmungsverhalten der britischen Parlamentarier stützt May dabei. Therese Raphael sieht in dem Ergebnis ein deutliches Plädoyer gegen einen harten Brexit.

2. Niedrigere Hürden für den Handel – Mozzarella gegen Honda
(nzz.ch, Christoph G. Schmutz)
Für den Freihandel sind die Zeiten gerade nicht einfach, aber es gibt auch gute Nachrichten: Das EU-Parlament hat jetzt das umfassende Freihandelsabkommen mit Japan abgesegnet. Für Beobachter ist das ein Hoffnungszeichen: „In den Wirrungen um den Brexit und den Zeiten des aufflammenden Protektionismus à la Donald Trump kann die EU für einmal wieder einen Erfolg verzeichnen“, kommentiert Christoph G. Schmutz.

3. Wie man mit Depressionen im Job umgehen kann
(handelsblatt.com, Carina Kontio)
Psychische Erkrankungen spielen in der Arbeitswelt eine immer größere Rolle – ihr Anteil an den Krankheitstagen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Carina Kontio beschreibt in einem persönlichen Text, wie sie selbst mit Depressionen im Job umgeht: „Ich weiß mittlerweile, dass ich für niemanden arbeiten will, der kein Verständnis für psychische Erkrankungen hat oder diese durch Druck auf seine Mitarbeiter vielleicht sogar noch fördert.“

4. Die Zehn-Cent-Vorsorge
(wiwo.de, Kristina Antonia Schäfer)
Die Hälfte der Deutschen sorgt sich vor Altersarmut und ziemlich genau gleich viele geben an, dass sie nach eigener Einschätzung zu wenig für das Alter zurücklegen. Dabei können schon vergleichsweise geringe Beträge sehr viel ausrichten. Kristina Antonia Schäfer rechnet vor, dass bereits zehn Prozent des Einkommens als regelmäßige Rücklage ausreichen können, um die Versorgungslücke zu einem großen Teil zu schließen.

5. Wie sich die Rentensysteme ändern müssen
(project-syndicate.org, Edoardo Campanella, englisch)
Der demografische Wandel trifft nicht nur in Deutschland die Sozialsysteme. Weltweit bekommen Industrieländer zu spüren, dass ihre Rentensysteme immer weniger nachhaltig werden. Die gängigen Lösungsansätze dafür sind längere Arbeitszeiten, höhere Beiträge oder niedrigere Renten. Alle Ansätze bringen aber neue Probleme mit sich, argumentiert Edoardo Campanella. Er hat einen anderen Vorschlag: Rentner sollen auch im Ruhestand ins Arbeitsleben eingebunden werden.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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