Man darf niemandem einen Vorwurf machen, der seinen gerechten Anteil am Wirtschaftswachstum einfordert. Wolfgang Huber, *1942, Evang. Bischof, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche.

- Buchkritik

Schlauer werden in der Weihnachtszeit: Buchempfehlungen der INSM

Sie suchen noch ein Geschenk für einen Freund, der sich für Ökonomie interessiert? Oder von dem Sie denken, er sollte dies tun? Oder Sie wollen die Zeit zwischen den Jahren selbst nutzen, um schlauer zu werden? Wir haben im INSM-Team gefragt, welches Buch mit ökonomischem Hintergrund in diesem Jahr am meisten beeindruckte. Hier das Ergebnis.

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Der große Ausbruch: Von Armut und Wohlstand der Nationen
Autor: Angus Deaton

„Meine Empfehlung ist ‚Der große Ausbruch: Von Armut und Wohlstand der Nationen‘ von Angus Deaton (Princeton University), dem Nobelpreisträger für Ökonomie aus dem Jahr 2015. Das Buch ist zwar in der deutschen Fassung aus dem Jahr 2017, dafür ist es aber verständlich geschrieben und auch interessant für Nichtökonomen. Deaton beschreibt eindringlich, wie Millionen Menschen gesünder, wohlhabender und länger leben als früher, und unterlegt das Geschriebene mit ausgewählten Statistiken. Vielen Menschen ist ‚Der Große Ausbruch‘ aus Armut, Not, Krankheit und Entbehrung gelungen.“
von Stefanie Seele (verantwortet bei der INSM Publikationen und Studien)

 


Hillbilly-Elegie
Autor: J.D. Vance

„J.D. Vance erzählt in seinem Buch ‚Hillbilly-Elegie‘ die Geschichte seiner Familie. Es ist die Geschichte vom Niedergang des amerikanischen Traums, von Resignation, Arbeitslosigkeit, Chancenlosigkeit, in der sich weite Teile seiner Heimat, dem Rustbelt, befinden. Gleichzeitig ist es die bewegende, autobiografische Erzählung eines jungen Mannes, der es aus ebendiesen schwierigen Verhältnissen zum Jurastudium in Yale schafft und anschließend als Investor, Redner, Autor Karriere macht. Das Buch schafft ein Bewusstsein dafür, ‚welche Wirkung soziale Herkunft und Familie auf die Armen haben‘ und welch langer Weg es für den Autor zu einem bürgerlichen Leben ist.“
von Jörg Sautner (verantwortet die Kampagnen der INSM)

 


Wirtschaftspolitik im Wandel: Ordnungsdefizite und Lösungsansätze
Herausgegeber: Justus Haucap und H. Jörg Thieme

„Mehrere wissenschaftliche Autoren behandeln wichtige Fragestellungen unserer Zeit aus einer ordnungspolitischen Perspektive. Sie zeigen zum Beispiel mit Blick auf die Veränderungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, Probleme auf und skizzieren zugleich Lösungsansätze. Von der Erneuerung des Sozialstaats beziehungsweise der sozialen Marktwirtschaft bis zu den Schwierigkeiten, welche mit der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank verbunden sind, bekommt der Leser einen guten Eindruck von den aktuellen wirtschaftspolitischen Herausforderungen. Der Sammelband enthält die Beiträge des 50. Forschungsseminars Radein – ein Thinktank kluger ordnungspolitischer Köpfe Europas.“
von Kerstin Schraff (schreibt Inhalte für die INSM)


Mit Wein Staat machen: Eine Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Autor: Knut Bergmann

„Dass auch Politiker nicht allein vom Brot leben, kann man in dem kurzweilig und kenntnisreich geschriebenen Buch von Knut Bergmann nachlesen. Welchen Wein bekam die Queen bei ihrem ersten Deutschlandbesuch kredenzt, welchen bei ihrem letzten? Welchen Weißwein ließ Adenauer aus dem Keller holen, als er von Ludwig Erhards Rücktritt erfuhr, welcher Bundespräsident trank lieber Bier und wer sorgte eigentlich dafür, dass im Schloss Bellevue nur noch Wein aus deutschen Landen in die Gläser kommt? Politisches Geschick zeigt sich nicht nur in der Planung eines neuen Gesetzes, sondern auch bei der Auswahl des passenden Menüs für ein Staatsbankett. Über Geschmack mag man streiten, die Symbolik eines billigen Weins ist aber kaum zu unterschätzen. In Bergmanns Buch erfährt man Wissenswertes über den Geschmack unserer Staatslenker, Lehrreiches über die Ökonomie des politischen Trinkens und Erstaunliches darüber, wie sehr guter Wein mit gelungener Politik zusammenhängt.“
von Florian von Hennet (verantwortet den Newsroom und die Pressearbeit)


Felix und das liebe Geld
Autor: Nikolas Piper

„Oft wird in Deutschland die fehlende ökonomische Bildung beklagt. Nicolaus Pieper zeigt, wie man bereits Kinder und Jugendliche für wirtschaftliche Themen begeistern kann: mit einem fesselnden Kriminalroman, der auch Eltern beim Vorlesen nicht langweilt. Am Ende der spannenden Geschichte von Felix und seinen Freunden bei der Suche nach dem lieben Geld haben alle viel gelernt, wissen aber auch, dass Geld allein nicht glücklich macht…“ von Hubertus Pellengahr (Geschäftsführer der INSM)

 

 

 

 


Geschichte des ökonomischen Denkens
Autor: Heinz D. Kurz

„Kann man auf 100 Seiten die Geschichte einer ganzen Wissenschaftsdisziplin wiedergeben? Heinz D. Kurz kann es. Der ehemalige Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Graz und Gründer des Graz Schumpeter Centre hat in zwölf Kapiteln aufgeschrieben, wie die Ökonomie das wurde, was sie heute ist. Das Buch lehrt unter anderem dies: dass neues Wissen in der Ökonomie meist nichts anderes ist als die neue Zusammensetzung bestehender Wissensbestandteile. Wer mit relativ wenig Zeitaufwand die wichtigsten Namen und bekanntesten Überlegungen und Begrifflichkeiten der Ökonomie kennenlernen und durch die Einbindung in den historischen Kontext verstehen will, der kaufe für nur wenige Euro dieses ebenso kleine wie feine Buch.“
von Johannes Eber (verantwortet Inhalte und Formate, wie etwa dieses Blog)

 


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    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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