Was Wachstum schafft, darf sehr wohl mit Schulden finanziert werden. Helmut Schmidt, 1918-2015, dt. Politiker

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5 vor 10: Leistungsgesellschaft, Griechenland, Ungleichheit, Arbeitslosenquote, Gewerkschaften

Heute beschäftigen wir uns in den Linktipps mit Chancengleichheit, einer griechischen Firma ohne Chef, dem Ursprung der „Gelbwesten“-Proteste, der Aussagekraft der Arbeitslosenquote sowie der Rolle der Gewerkschaften in Zeiten des Mitgliederschwunds.

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1. Aus der Leistungsgesellschaft ist eine Ständegesellschaft geworden
(tagesspiegel.de, Ursula Weidenfeld)
Es seien die Privilegierten, die in Deutschland gestalteten, hierzulande etwa Debatten prägten. In einer demokratischen, offenen und gerechten Gesellschaft sollten Arbeiter, Selbstständige oder Arbeitslose ausdrücklich ermuntert werden, sich um Mandate etwa im Bundestag zu bewerben, findet Ursula Weidenfeld.

2. Stell dir vor, die Firma macht dicht, und keiner geht heim
(brandeins.de, Holger Fröhlich)
In der griechischen Krise gab der Chef der Firma Viome im Jahr 2011 auf – doch die Mitarbeiter arbeiten seither trotzdem weiter. Holger Fröhlich hat sie besucht und zeigt, wie sie ein neues Geschäftsmodell entwickelten, ohne Chef Entscheidungen treffen und wie es neu eingestellten Mitarbeitern ergeht.

3. Ungleichheit untergräbt den Aufschwung
(project-syndicate.org, Michael Spence, englisch)
Die Proteste der „Gelbwesten“ in Frankreich offenbarten, dass die Politik zu lange ignoriert habe, dass vom wirtschaftlichen Aufschwung wenig in der Mittelschicht ankomme, schreibt Michael Spence, Professor für Economics an der Stern School of Business der NYU. Parteien an den politischen Rändern profitierten nun weltweit davon.

4. Arbeitslosenquote auf Rekordtief
(wirtschaftlichefreiheit.de, Theresa Markefke und Rebekka Rehm)
Die Arbeitslosenquote beschreibe nicht die Anzahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Personen, weil die Statistik viele Menschen nicht erfasse, kritisieren Theresa Markefke und Rebekka Rehm, Ökonominnen am Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln. „Wenn die realisierten Arbeitszeiten nicht den Präferenzen der Arbeitnehmer entsprechen, sollte dies ebenfalls in Analysen der Arbeitsmarktlage einbezogen werden. Zudem ist ein differenzierter Blick auf die Gruppe der Arbeitslosen notwendig: Je weniger die Qualifikationen der Arbeitslosen den am Arbeitsmarkt nachgefragten Fähigkeiten entsprechen, desto wahrscheinlicher ist erstens, dass viele Menschen gerade keine Perspektiven am Arbeitsmarkt sehen, und zweitens, dass Fachkräfte in Unternehmen fehlen.“

5. „Wenn die Friseurin mehr verdient, wird der Schnitt eben teurer“
(zeit.de, Tina Groll und Zacharias Zacharakis)
Welche Rolle kommt den Gewerkschaften in Zeiten von Mitgliederschwund und dem Wandel der Arbeit zu? Diesen Fragen stellt sich DGB-Chef Reiner Hoffmann im Interview mit Tina Groll und Zacharias Zacharakis. Zudem sprechen sie über den steigenden Mindestlohn und Subventionen für Unternehmen, die Tariflöhne zahlen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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