Alle Bemühungen, eine Wettbewerbsordnung zu verwirklichen, sind umsonst, solange eine gewisse Stabilität des Geldwertes nicht gesichert ist. Walter Eucken, 1891-1950, deutscher Ökonom

- Linktipps

5 vor 10: Kohlekommission, Davos, Brexit, Klimawandel, Babyboom

In den Linktipps geht es heute um den Ausstieg aus der Kohleenergie, die Lehren des Davoser Weltwirtschaftsforums, ein mögliches Brexit-Szenario und die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Außerdem: Was sind die ökonomischen Voraussetzungen für einen Babyboom?

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1. Deutschlands Verzicht auf eine effiziente Klimapolitik
(nzz.ch, Christoph Eisenring)
Nach den Vorstellungen der Kohlekommission soll im Jahr 2038 das letzte deutsche Kohlekraftwerk vom Netz gehen. Dieser Schritt soll dabei helfen, die deutschen Ziele bei der Reduktion von CO2-Emissionen zu erreichen. Christoph Eisenring erwartet, dass dies mit hohen Kosten für den Steuerzahler verbunden sein wird. Er verweist darauf, dass Wirtschaftsminister Peter Altmaier die Energiewende eigentlich marktwirtschaftlich organisieren wollte. „Zwischen Anspruch und Realität klafft eine immer größere Lücke.“

2. Protektionismus statt Globalisierung
(fuw.ch, Jan Schwalbe)
Globalisierung 4.0 – so lautete das Motto des diesjährigen Weltwirtschaftsforums in Davos. Doch den Politikern und Unternehmern, die zu dem Treffen in den Schweizer Bergen zusammenkamen, fiel es offenbar nicht leicht, ein überzeugendes Zeichen für den freien Handel zu setzen: „Was früher ein Allheilmittel war, gilt heute in weiten Kreisen als umstrittene Behandlungsmethode mit schweren Nebenwirkungen“, kommentiert Jan Schwalbe. „Globalisierung ist nicht mehr en vogue, Protektionismus heißt das neue Schlagwort.“

3. „Norwegen plus“-Modell käme London teuer zu stehen
(handelsblatt.com, Kerstin Leitel, Helmut Steuer)
Norwegen ist nicht Mitglied in der Europäischen Union, aber Teil des europäischen Wirtschaftsraums EWR. Viele Brexit-Befürworter erhoffen sich, nach dem EU-Austritt ein ähnliches Verhältnis zum Rest Europas zu etablieren. Doch das könnte sich als eine kaum realistische Wunschvorstellung erweisen. Denn bereits für Norwegen ist die Konstellation teuer – ohne dabei Mitspracherechte zu haben.

4. Erst jetzt zeigen sich die Folgen der Superdürre von 2018
(welt.de, Stephan Maaß)
Das Klima entwickelt sich für Deutschland zunehmend zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor. Welche Schäden es anrichten kann, zeigte sich bereits in folge der Dürre im vergangenen Jahr: Ernteausfälle, fehlendes Kühlwasser für Kraftwerke und höhere Spritpreise, weil Binnentanker wegen niedriger Pegelstände nicht mehr vorankamen. Das Problem könnte sich in diesem Jahr wiederholen, glauben Wirtschaftsforscher. Nur überdurchschnittlich starke Niederschläge zu Beginn des Jahres könnten Abhilfe schaffen.

5. Wie es zu einem Babyboom kommt
(voxeu.org, Bastien Chabé-Ferret und Paula Gobbi, englisch)
Die Geburtenraten sind in Industrieländern seit dem 19. Jahrhundert deutlich zurückgegangen. Eine Ausnahme gab es jedoch in den Jahren zwischen 1940 und 1960: Ein Babyboom erfasste die westliche Welt. Nun stehen die damals Geborenen kurz vor oder am Anfang ihrer Rente. Angesichts des demografischen Wandels analysieren Bastien Chabé-Ferret und Paula Gobbi die Hintergründe des Babybooms und gehen der Frage nach, ob eine Neuauflage des Phänomens zu erwarten ist.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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