Nicht alle Reformen kosten Geld, und nicht alles, was Geld kostet, ist deshalb schon eine Reform. Helmut Schmidt, 1918-2015, dt. Politiker

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5 vor 10: Social Media, Brexit, Japan, Soziale Marktwirtschaft, Grundeinkommen

Heute beschäftigen wir uns in den Linktipps mit der wirtschaftlichen Wirkung sozialer Medien, mit einem möglichen Ausgang des Brexits, mit der japanischen Nullzinspolitik und der Debatte um ein Grundeinkommen. Zudem fragen wir: Schafft die Bundesregierung die Soziale Marktwirtschaft ab?

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1. Social Media kann mehr als Entertainment
(Worldbank-Blog, Rong Chen, englisch)
Mit zunehmender digitaler Vernetzung steigt auch die Nutzung sozialer Medien weltweit. Internetnutzer auf den Philippinen, in Brasilien, Mexiko, Argentinien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten verbringen bereits mehr als drei Stunden am Tag mit Social Media. Globale Social-Media-Plattformen ziehen zunehmend die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich. Der Aspekt der sozialen Interaktion dieser Kommunikationsinitiativen definiert neu, wie Individuen, Wirtschaft und Regierung miteinander umgehen, schreibt Rong Chen.

2. Politischer Poker um den Brexit
(wirtschaftlichefreiheit.de, Norbert Berthold)
Wie geht der Brexit nun aus? Norbert Berthold, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg, hat sich für Wirtschaftliche Freiheit den Verhandlungspoker der vergangenen 21 Monate angesehen, beschreibt, woran es hakt und welche Optionen nun noch bleiben, um einen harten Brexit zu vermeiden.

3. Zwanzig Jahre, die Japans Wirtschaft geprägt haben
(nzz.ch, Patrick Welter)
Seit zwei Jahrzehnten betreibt die japanische Notenbank eine Politik des billigen Geldes. Patrick Welter analysiert, wie das die Einstellung der Japaner zum Geld verändert hat. So setze die Nullzinspolitik die üblichen Signale von Preisen außer Kraft. Haben die Japaner nun verinnerlicht, dass sich ohne Risiko kein Geld verdienen lässt?

4. Schafft die Bundesregierung die Soziale Marktwirtschaft ab?
(wiwo.de, Andreas Freytag)
Die Bundesregierung setze auf Gängelung und Geschenke, um die Bürger und Unternehmen zum gewünschten Verhalten zu stimulieren, schreibt Andreas Freytag. Zu nennen wären etwa die sogenannte Respektrente, der Kohlekompromiss oder der Spitzensteuersatz. Sozial sei diese Art des Wirtschaftens nicht mehr.

5. Wie wird künftige Technik die Wirtschaft verändern?
(fee.org, Doug McCullough, englisch)
Einige Ökonomen argumentieren, dass in Zukunft eine Art bedingungslosen Grundeinkommens notwendig werde. Doug McCullough, Direktor des US-Think Tanks Lone Star Policy Institute, beschreibt im Blog der Foundation for Economic Freedom, warum dies vor allem einen Anreiz biete, gar nicht mehr zu arbeiten. Schließlich würden neue Technologien nicht die wirtschaftlichen Mechanismen außer Kraft setzen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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