Dass Haftung und Risiko zusammengehören, ist keine linke Idee, sondern ein Grundprinzip der Marktwirtschaft. Peer Steinbrück, *1947, dt. Politiker

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5 vor 10: Homeoffice, Ostdeutschland, Geldpolitik, Erwartungen, China

Heute beschäftigen uns in den Linktipps negative Effekte von Homeoffice-Regelungen, volkswirtschaftliche Kennzahlen in Ostdeutschland sowie Auswirkungen expansiver Geldpolitik auf die Konjunktur und das Verhalten der Firmen. Außerdem geht es um fünf Missverständnisse bezüglich der chinesischen Wirtschaft.

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1. Mehr Flexibilität bedeutet mehr Arbeit – vor allem für Mütter
(zeit.de, Sarah Lena Grahn)
Statt Job und Familienleben besser vereinbaren zu können, bedeutet Homeoffice für viele Frauen eher mehr Stress, weil traditionelle Rollenverteilungen nicht aufgebrochen werden, schreibt Sarah Lena Grahn. Auch Männer arbeiten mehr, wenn sie im Homeoffice sind, zeigen die Daten des sozioökonomischen Panels – allerdings geht bei ihnen nicht mehr Zeit für die Kinderbetreuung drauf.

2. Ökonomen schreiben Ost-Dörfer ab
(welt.de, Florian Gehm)
Die Wirtschaft in den Ost-Bundesländern hinkt den westlichen in vielen Kennzahlen hinterher, etwa was die Produktivität angeht, zeigt eine neue Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). So falle die Produktivität der ostdeutschen Unternehmen mindestens 20 Prozent niedriger aus. Grund sei auch die fehlgeleitete Subventionspolitik, meint Florian Gehm.

3. Weiche und harte Landungen
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Andreas Neinhaus)
Jeder Aufschwung nach dem Zweiten Weltkrieg sei durch die Federal Reserve abgewürgt worden, sagte der deutsch-amerikanische Ökonom Rudi Dornbusch einmal. Andreas Neinhaus hat sich angesehen, inwiefern dies auch auf die aktuelle Wirtschaftspolitik zutrifft. Er ist überzeugt: Sanfte Landungen nach dem Aufschwung gibt es dank der expansiven Geldpolitik und der damit einhergehenden Überhitzung nicht.

4. Welchen Einfluss die Inflations-Erwartungen der Firmen haben
(voxeu.org, Olivier Coibion, Yuriy Gorodnichenko und Tiziano Ropele, englisch)
Wenn Firmen eine höhere Inflation erwarten, erhöhen sie ihre Preise und nehmen mehr Kredite auf, zeigt eine Analyse italienischer Unternehmen der Ökonomen Olivier Coibion, Yuriy Gorodnichenko und Tiziano Ropele. Der Einfluss der Geldpolitik ist entscheidend dafür, ob Beschäftigte entlassen werden. Die Ökonomen machen deutlich, warum etwa die Europäische Zentralbank ihre Kommunikation verbessern muss.

5. Fünf Missverständnisse über die chinesische Wirtschaft
(npr.org, Pamela Boykoff und Cardiff Garcia, englisch, Podcast)
Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt werde öfter missverstanden, meint Pamela Boykoff, die als Wirtschaftsjournalistin viele Jahre in Asien verbracht hat. So sei China nicht mehr die Werkbank der Welt mit den extrem niedrigen Löhnen. Spannend auch ihr Blick auf das verlangsamte Wachstum, das durch die Staatskonzerne bedingt sein dürfte.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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