Der Griff in die Staatskasse entspricht nicht den Prinzipien des ehrbaren Kaufmanns, des redlichen Bürgers. Paul Kirchhof, *1943, ehem. Bundesverfassungsrichter

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5 vor 10: Konvergenz, Steaming, Vermögen, Apotheken, USA

Heute beschäftigen wir uns mit der Angleichung der Lohnniveaus weltweit, der Umweltbelastung des Streamings, dem deutschen Durchschnittsvermögen, den notleidenden Apotheken und den Fehlern der Japaner in ihrer Wirtschaftspolitik.

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1. Zu früh für Optimismus
(voxeu.org, Paul Johnson und Chris Papageorgiou, englisch)
Der Lebensstandard zwischen den wohlhabenden und den ärmeren Nationen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten rein statistisch gesehen angepasst. Dies sei allerdings noch kein Grund für Optimismus schreiben Paul Johnson und Chris Papageorgiou auf Voxeu, denn häufig sei bloß die Abschaffung von Ineffizienzen für die zunehmende Angleichung verantwortlich.

2. Streaming ist das neue Fliegen – wie der digitale Konsum das Klima belastet
(nzz.ch, Thomas Fuster)
Wer Videos oder Musik streamt, belastet die Umwelt durch den massiven Stromverbrauch der Server stark. Zudem gebe es immer mehr Geräte: mehr Smartphones, Fitnesstracker oder Überwachungssysteme. Thomas Fuster beschreibt in der Neuen Zürcher Zeitung, warum die Unsichtbarkeit der Strukturen zu diesem Unwissen beiträgt.

3. Die Normalo-Familie wohnt zur Miete
(wiwo.de, Mark Fehr)
232.800 Euro Nettovermögen besitzen private Haushalte in Deutschland im Schnitt. Allerdings trüge diese Zahl, da einige wenige sehr viel und andere sehr wenig besäßen. Von den steigenden Renditen der vergangenen Jahre profitieren indes nur jene, die auch Aktien oder Immobilien besitzen. Mark Fehr beschreibt in der Wirtschaftswoche, warum der Besitz von Aktien sich aus diesem Grund auch für Geringverdienende auszahlt.

4. Grüne wollen Geld der Apotheker umverteilen
(sueddeutsche.de, Kristiana Ludwig)
Apotheken in strukturschwachen Regionen geht es schlecht; andere in lohnenswerten Gegenden, etwa in Ärztehäusern, verdienen blendend. Auf Vorschlag der Grünen wird nun diskutiert, ob es in diesem System Umverteilung braucht. Kristiana Ludwig beschreibt in der Süddeutschen Zeitung die Interessenkonflikte.

5. Warum Donald Trump Amerika japanisieren möchte
(bloomberg.com, Michael Schuman, englisch)
Die japanische Wirtschaftspolitik habe die einheimischen Verbraucher geschädigt, durch geringere Produktauswahl und höhere Preise. Michael Schuman hat sich für Bloomberg angesehen, warum Donald Trump ähnliche Ziele verfolgt wie die Japaner damals – und weshalb dies den US-Verbrauchern schaden würde.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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