Was wir dringend brauchen, um ökonomische Stabilität und Wirtschaftswachstum zu erreichen, ist eine Rückführung des staatlichen Einflusses. Milton Friedman, 1912-2006, amerik. Ökonom, Nobelpreisträger

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5 vor 10: Vertrauen, EZB, Europa, Enteignung, Verhaltenssteuerung

Heute beschäftigen wir uns in den Linnktipps mit abgehobenen Politikern, dem Anleihekaufprogramm der EZB, den Vorteilen Europas, dem Populismus von Enteignungen sowie langfristigen Verhaltensänderungen.

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1. Die Experten, die wir brauchen
(project-syndicate.org, Andrés Velasco, englisch)
Politiker umgeben sich oft mit ihresgleichen. Gegenüber den Wählern erwecke die Entourage aus Journalisten, Geschäftsführern und Top-Beamten aber wenig Vertrauen. Andrés Velasco hat sich für Project Syndicate angesehen, wie Politik und Wähler-einbindung stattdessen funktionieren könnte.

2. Weidmann umgarnt die Südeuropäer
(faz.net, Gustav Theile)
Um auf die Europäer zuzugehen, akzeptiere Jens Weidmann das umstrittene Anleihekaufprogramm OMT („Outright Monetary Transactions“) der europäischen Zentralbank nun doch, wird berichtet. Nach den letzten Aussagen von Mario Draghi wird sogar spekuliert, ob das Anleihekaufprogramm wieder aufgesetzt wird. Gustav Theile zeigt, welche Konsequenzen dies hätte.

3. Zum Glück chaotisch!
(zeit.de, Uwe Jean Heuser)
Kein Erdteil bekam seinen Abgesang so oft zu hören wie Europa. Zu Unrecht, findet Uwe Jean Heuser. Vermeintliche Schwächen hält er für Stärken – wie etwa die Kleinteiligkeit, die Vielfalt, die Unordnung und das Chaos – und er beschreibt, warum die Wirtschaft wider Erwarten genau davon profitiert.

4. Demokratische und/oder rechtsstaatliche Enteignung?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Hartmut Kliemt)
Berlin beschließt den Mietendeckel für die kommenden fünf Jahre und im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf soll eine Immobilie sogar vorübergehend enteignet werden. Dies sei ein Angriff auf privates Eigentum, meint Hartmut Kliemt, Gastprofessor für Verhaltens- und Institutionenökonomik an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Auf Wirtschaftliche Freiheit beschreibt er, welche Gefahren diese populistischen Mittel mit sich bringen.

5. Wie kann man langfristig sein Verhalten ändern?
(freakonomics.com, Stephen J. Dubner, englisch, Podcast)
Ganz rational entscheidet der Mensch nun mal nicht. Seit Jahren arbeiten Verhaltensökonomen daran, uns mit Anreizen zu besserem Verhalten zu bewegen. Etwa beim Sport: Man ist im Fitnessstudio angemeldet, zahlt monatlich die Mitgliedsgebühr – und geht nicht hin. Stephen J. Dubner interviewt im Freakonomics-Podcast Wissenschaftler, die daran arbeiten, den inneren Schweinehund überwinden zu helfen – und macht deutlich, warum das so schwer ist.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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