Während der Staat auf die Aufsicht und eventuelle Gestaltung der Formen beschränkt bleiben soll, in denen der Wirtschaftsprozess abläuft, muß im Rahmen der Märkte, auch der Arbeitsmärkte, Freiheit bestehen. Walter Eucken, 1891 1950, deutscher Ökonom

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5 vor 10: Haushalt, Energiewende, Immobilien, Expats, Brexit

Heute in den Linktipps: Der Haushaltsplan von Olaf Scholz, die Auswirkungen der Energiewende und der anhaltende Immobilienboom. Außerdem geht es um die teuersten Städte der Welt und den Brexit unter Boris Johnson.

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1. Die schwarze Null des Olaf Scholz ist eigentlich rot
(welt.de, Karsten Seibel)
Bundesfinanzminister Olaf Scholz weckt mit seinem Haushaltsentwurf Sorgen, ob der ausgeglichene Haushalt wirklich zu halten ist. „Die schwarze Null kann er nur retten, indem er 9,2 Milliarden Euro aus der Rücklage für Flüchtlingsausgaben nimmt“, schreibt Karsten Seibel. „Das heißt: Eigentlich übersteigen die Ausgaben bereits die laufenden Einnahmen des Bundes, die Null ist rot, nicht mehr schwarz.“ Besonders die stark steigenden Sozialausgaben stoßen auf Kritik: Sie sollen 2023 mit 52,7 Prozent mehr als die Hälfte des gesamten Bundesbudgets ausmachen.

2. Die Energiewende ist besser als ihr Ruf
(handelsblatt.com, Jürgen Flauger)
Klimaproteste haben in den vergangenen Monaten den Eindruck erweckt, dass Deutschland beim Klimaschutz massiv hinterherhinkt. Tatsächlich steigt die Bedeutung erneuerbarer Energien aber kontinuierlich an. Sie machten zuletzt 44 Prozent der Stromerzeugung aus – ein neuer Rekord. „Damit die Energiewende in Deutschland aber nicht an Dynamik verliert, müssen Wirtschaft und Politik weiter ihr eigenes Tempo hoch halten“, fordert Jürgen Flauger.

3. Wann sich der Immobilienboom umkehren könnte
(sueddeutsche.de, Thomas Öchsner)
Wer Immobilien besitzt, kann sich über große Wertsteigerungen freuen. Bereits seit einem Jahrzehnt hält der Immobilienboom in Deutschlands Metropolregionen an. Allein im vergangenen Jahr steigerte sich der Wert um fast neun Prozent. Doch wie lange wird diese Entwicklung noch anhalten? Wirtschaftsforscher sehen Anzeichen für eine „spekulative Überbewertung“.

4. Die teuersten Städte für Expats
(bloomberg.com, Alex Millson, Adrian Leung und Hannah Dormido, englisch)
Teile seiner Karriere im Ausland zu verbringen, ist in Zeiten der Globalisierung nicht ungewöhnlich. Wie sehr sich die Arbeit fernab der Heimat auch finanziell lohnt, kann aber je nach Standort sehr unterschiedlich ausfallen. Wer nach Hongkong entsandt wird, muss mit hohen Ausgaben rechnen. In Ländern wie Tunesien ist das Expat-Leben im Vergleich sehr billig. Deutsche Städte wie Berlin findet man auf der Rangliste der teuersten Städte im Mittelfeld.

5. Die Lügen des Boris Johnson
(project-syndicate.org, Guy Verhofstadt)
Der frühere Londoner Bürgermeister Boris Johnson war einer der lautesten Befürworter des Brexit. Nun steht der Mann, der unter Theresa May als Außenminister diente, kurz davor, neuer Premierminister Großbritanniens zu werden. Der Europa-Abgeordnete Guy Verhofstadt wirft ihm in einem Meinungsbeitrag vor, nichts aus den vergangenen Brexit-Verhandlungen gelernt zu haben. Besonders mit Blick auf die Handelsfragen zwischen der EU und Großbritannien sage Johnson den Briten nicht die Wahrheit.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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