Eine freiheitliche Wirtschaftsordnung kann auf die Dauer nur dann bestehen, wenn und solange auch im sozialen Leben der Nation ein Höchstmass an Freiheit an privater Initiative und Selbstvorsorge gewährleistet ist. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

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5 vor 10: Schulden, Energie, Führungskräfte, Ökonomen, EZB

Heute in den Linktipps: Deutschlands verdeckte Staatsverschuldung, Kritik an der Energiepolitik und was die perfekte Führungskraft ausmacht. Außerdem geht es um Ökonomen auf Twitter und Christine Lagardes Eignung als EZB-Chefin.

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1. Die Generationenbilanz offenbart das Acht-Billionen-Problem
(welt.de, Dorothea Siems)
Mit dem offiziell ausgewiesenen Schuldenstand bewegt sich Deutschland innerhalb der Vorgaben des EU-Stabilitätspaktes. Doch die Verbindlichkeiten über die Sozialversicherung sind nochmals deutlich größer. Wäre Deutschland ein Unternehmen, müsste es dafür Rücklagen von acht Billionen Euro schaffen. „Die aktuelle Generationenbilanz zeigt, dass wir uns den heutigen Sozialstaat auf Dauer gar nicht leisten können“, sagt der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen. „Dennoch sattelt die Regierung immer noch drauf.“

2. Wir brauchen eine ernsthafte, tabufreie Klimapolitik
(handelsblatt.com, Hans-Werner Sinn)
Die deutsche Energiepolitik wird derzeit von einem Doppelausstieg aus Atomkraft und Kohle geprägt. „Das ist jedoch kaum zu schaffen“, urteilt der Ökonom Hans-Werner Sinn. Er warnt davor, dass Strompreise noch weiter ansteigen und den Industriestandort Deutschland nachhaltig schädigen könnten. „Die Zeit der sinnlosen Spielereien muss ein Ende haben, denn die Welt wird tatsächlich wärmer. Von nun an ist ernsthafte, tabufreie Klimapolitik angesagt.“

3. Was einen perfekten Manager ausmacht
(businessinsider.de)
Die Jobzufriedenheit vieler Mitarbeiter hängt entscheidend davon ab, wie gut die Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten funktioniert. Der Internetkonzern Google hat in einer aufwendigen Studie versucht herauszufinden, was die idealen Eigenschaften von Führungskräften sind. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig soziale Kompetenzen sind. Allerdings gilt auch: Ein guter Chef geht mit gutem Beispiel voran und ist sich für keine Arbeit zu schade.

4. Das sind die einflussreichsten Ökonomen auf Twitter
(makronom.de, Philipp Stachelsky und Christian Odendahl)
Ihre Debatten führen Wirtschaftswissenschaftler nicht nur über Beiträge in Fachzeitschriften. Längst sind auch soziale Medien Plattform für ökonomische Diskussionen. Besonders beliebt ist dabei Twitter. Philipp Stachelsky und Christian Odendahl haben eine Rangliste aufgestellt, die zeigt, wer dort die Meinungsmacher sind.

5. Ist Christine Lagarde die richtige EZB-Chefin?
(wiwo.de, Malte Fischer und Stefan Reccius)
Als frühere französische Finanzministerin und bisherige Chefin des Internationalen Währungsfonds bringt Christine Lagarde für den Chefposten der EZB viel Erfahrung mit. Doch ist die Französin auch die Richtige für den Job? Stefan Ressius lobt ihr „kommunikatives Gespür, diplomatisches Geschick und Charisma“. Malte Fischer spricht sich gegen die Personalie aus: „Mit der Ernennung Lagardes muss die Idee unabhängiger Notenbanken endgültig auf dem Friedhof gescheiterter Utopien zu Grabe getragen werden.“

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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