Alle Bemühungen, eine Wettbewerbsordnung zu verwirklichen, sind umsonst, solange eine gewisse Stabilität des Geldwertes nicht gesichert ist. Walter Eucken, 1891-1950, deutscher Ökonom

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5 vor 10: Digitalisierung, Inflationserwartung, Fake News, Industriepolitik, Konjunkturentwicklung

Heute in den Linktipps: Wie Unternehmen die Digitalisierung bewältigen wollen, warum die Inflation weiterhin zu niedrig ist, wie Fake News die Wahlen in Italien beeinflusst haben, wie eine moderne Industriestrategie aussehen könnte und was die Konjunkturentwicklung in der EU bedroht.

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1. Was Organisationen unternehmen, um mit der Digitalisierung Schritt halten zu können
(FehrAdvice)
Mit der Digitalisierung ist die Geschwindigkeit von Geschäftsprozessen kontinuierlich gestiegen. Bisher durchaus erfolgreiche, aber schwerfällige Unternehmen geraten dadurch in Gefahr, von wendigeren Mitbewerbern überholt zu werden. Die Unternehmensberatung McKinsey hat einige Strategien definiert, die zeigen, wie man zum „Digital Leader“ avancieren kann. Dafür wurden eine Gruppe von Finanzdienstleistern und ihre Bemühungen beobachtet, den Anforderungen der Digitalisierung gerecht werden zu können.

2. Oh Inflation, du Knacknuss!
(Nevermindthemarkets, Andreas Neinhaus)
Volkswirtschaften dies- und jenseits des Atlantiks stehen vor dem Problem, dass die Inflation tendenziell zu niedrig ist. Denn die meisten Notenbanken orientieren sich an einem mittelfristigen Zielwert für die optimale Inflationsrate. In der Regel liegt er bei zwei Prozent. Da die Teuerung tatsächlich beträchtlich niedriger ausfällt, verkünden die Zentralbanken in den USA, Euroland, Japan und auch der Schweiz ihre Bereitschaft, die Leitzinsen zu senken. Sie drucken mehr Geld, damit die Konsumentenpreise im eigenen Land zulegen und somit mehr Inflation entsteht. Warum das so einfach nicht ist, erklärt Andreas Neinhaus.

3. Wie Fake News Wahlen beeinflussen können: Das Beispiel Italien
(VoxEU, Michele Cantarella, Nicolò Fraccaroli, Roberto Volpe, englisch)
Fake News verzerren Wahlen zugunsten populistischer oder etablierungsfeindlicher Parteien, heißt es häufig. Ob die Verbreitung gefälschter Nachrichten die Ergebnisse der letzten Wahlen beeinflusst hat und zum Erfolg populistischer Parteiprogramme beigetragen hat, haben Ökonomen nun am Beispiel des „natürlichen Experiments“ der italienischen Parlamentswahlen 2018 untersucht.

4. Pro & Contra nationale Industriestrategie 2030: Alter Wein in neuen Schläuchen?
(Wirtschaftliche Freiheit, Jan Schnellenbach, Oliver Wittke)
Die industriepolitischen Pläne namens „Nationale Industriestrategie 2030“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier werden derzeit kontrovers diskutiert. Stark vereinfacht ausgedrückt sollen nationale Champions entstehen, einzelne Branchen strategisch gefördert und unerwünschte Investoren abgewehrt werden – etwa durch den Aufbau staatlicher Beteiligungsfonds. Der Ökonom Jan Schnellenbach und der Politiker Oliver Wittke sind unterschiedlicher Meinung, ob Altmaiers Vorstoß als alter Wein in neuen Schläuchen zu betrachten ist oder ob er tatsächlich ein großer Wurf werden kann.

5. Welche EU-Länder stark wachsen – und welche nicht
(Welt, Hannelore Crolly)
Die europäische Wirtschaft ist überraschend gut ins Jahr gestartet. Zwischen den einzelnen Ländern gibt es allerdings extreme Unterschiede, was das Wachstum und die Aussichten betrifft. Ein Risiko bedroht sie aber alle gleichermaßen: externe Streitigkeiten und politische Entscheidungen in Übersee.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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