Man darf niemandem einen Vorwurf machen, der seinen gerechten Anteil am Wirtschaftswachstum einfordert. Wolfgang Huber, *1942, Evang. Bischof, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche.

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5 vor 10: IWF, Geldtheorie, Brexit, Entwicklungshilfe, EZB-Modernisierung

Heute in den Linktipps geht es um die Wahl der neuen IWF-Chefin, die Gefahren einer neuen staatsorientierten Geldtheorie, die wirtschaftlichen Folgen der Brexit-Pläne von Boris Johnson, den Effekt chinesischer Entwicklungshilfe in afrikanischen Ländern und darum, wie die kommende EZB-Präsidentin die Zentralbank modernisieren sollte.

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1. IWF-Kandidatin Georgiewa – Europas Blamage
(wiwo.de, Silke Wettach)
Nur mit Mühe und Not einigen sich die Finanzminister der EU auf die Bulgarin Kristalina Georgiewa als neue IWF-Chefin. Die ist allerdings zu alt – und eine von vornherein beschädigte Kandidatin für den Internationalen Währungsfonds. Das Chaos um die Personalie übertrifft selbst das jüngste Geschacher bei der Suche nach einem Nachfolger für EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, schreibt Silke Wettach.

2. Das Versagen der vermeintlich modernen Geldtheorie
(manager-magazin.de, Georg Thilenius)
In den USA wird gerade eine neue Idee intensiv diskutiert: Die „Modern Monetary Theory“ besagt, dass nicht wie bisher die Notenbanken die Konjunktur ins Gleichgewicht bringen sollen, sondern die Staaten über ihr Budget. Doch so neu ist die Theorie gar nicht, schreibt Georg Thilenius – und zeigt, welche Gefahren sie birgt.

3. Der „BoJo“-Effekt
(spiegel.de, Claus Hecking)
Boris Johnson kokettiert mit dem No-Deal-Brexit – und alarmiert damit die Unternehmen. Vor allem die Autoindustrie dürfte es hart treffen. Ökonomen warnen auch vor Schäden für die deutsche Wirtschaft. Claus Hecking fasst zusammen, welche ökonomischen Folgen der neue Premierminister mit seinen Plänen heraufbeschwört.

4. Weiße Elefanten aus China
(blogs.faz.net/fazit, Patrick Welter)
Viele afrikanische Länder erhalten Entwicklungshilfe aus China. Weil die Geldvergabe aus dem Land der Mitte oft mit wenigen Bedingungen und Auflagen verbunden ist, ist sie bei vielen Regierungen beliebter als westliche Entwicklungshilfe. Doch das gibt Despoten auch die Möglichkeit, das Geld statt im ganzen Land nur in ihrer Heimatregion zu investieren. Ist das wirtschaftlich schädlich?

5. Wie Christine Lagarde die EZB modernisieren muss
(project-syndicate.org, Marcel Fratzscher, englisch)
In Zeiten wachsender Polarisierung innerhalb der EU wird Christine Lagarde im November höchstwahrscheinlich die Nachfolge von Mario Draghi als EZB-Präsidentin antreten. Marcel Fratzscher schreibt über die fünf wichtigsten Aufgaben, die sie dann bewältigen muss.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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