Das höchste Ziel des Kapitals ist nicht, Geld zu verdienen, sondern der Einsatz von Geld zur Verbesserung des Lebens. Henry Ford, 1863-1947, US-amerikanischer Unternehmer

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5 vor 10: Auswandern, Arbeit, EZB, Cum-Ex, Argentinien

Heute in den Linktipps: Warum wandern Hunderttausende Deutsche aus? Weshalb arbeiten Menschen freiwillig länger, als sie müssten? Wie ändert sich die EZB unter Christine Lagarde? Und wer hat von den Cum-Ex-Steuerdeals profitiert? Außerdem geht es um die Krise in Argentinien und wie die Bevölkerung versucht, ihr Vermögen zu retten.

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1. Deutschland verlassen? Die Argumente dafür werden stärker
(welt.de, Ansgar Graw)
Mehr als eine Viertelmillion Deutsche sind im vergangenen Jahr ausgewandert. Ansgar Graw beobachtet in seinem Bekanntenkreis, dass immer mehr Menschen mit diesem Gedanken spielen. Menschen aus der Mittelschicht würden sich angesichts wirtschaftspolitischer Entscheidungen um die Zukunft sorgen: „Sie verdienen ordentlich, ohne je auf genuinen Reichtum gehofft zu haben, und beginnen sich zu sorgen, ob ihre zur Alterssicherung erworbene Wohnung in Berlin schleichend enteignet wird.“

2. Warum Menschen länger arbeiten
(economist.com, englisch)
Immer mehr Menschen, die eigentlich bereits im Ruhestandsalter sind, gehen weiter zur Arbeit. Diesen Trend gibt es nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Industrieländern. Oft werden die Zahlen als Zeichen für Altersarmut interpretiert. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter. In vielen Fällen hat die Entscheidung, länger zu arbeiten, nichts mit ökonomischen Zwängen zu tun.

3. Lagardes neue Frankfurter Schule
(sueddeutsche.de, Markus Zydra)
Christine Lagarde wird ab 1. November die Geschicke der Europäischen Zentralbank leiten. Sie will ihre Rolle anders wahrnehmen als ihr Vorgänger Mario Draghi und hat sich vorgenommen, Vertrauen in die Institution zurückzugewinnen. Erreichen möchte die Französin das unter anderem mit einer anderen Sprache: Der für Laien unverständliche Expertensprech der Notenbanker soll der Vergangenheit angehören.

4. Wohin verschwand eine halbe Milliarde Steuergeld?
(zeit.de, Karsten Polke-Majewski)
Es ist einer der größten Finanzskandale in der deutschen Geschichte: Der Fiskus soll jahrelang um Hunderte Millionen Euro gebracht worden sein. In Bonn hat nun der erste Prozess zu dem sogenannten Cum-Ex-Skandal begonnen. Zwei britischen Aktienhändlern wird vorgeworfen, fast eine halbe Milliarde Euro aus der Steuerkasse entwendet zu haben. Karsten Polke-Majewski geht der Frage nach, wer von den Deals profitiert hat.

5. Angst vor dem Peso
(faz.net, Tjerk Brühwiller)
Argentinien kämpft gegen den wirtschaftlichen Kollaps. Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr mehr als 50 Prozent erreichen. Die argentinische Landeswährung wertete zuletzt massiv ab. Die Bevölkerung versucht nun, Vermögenswerte in US-Dollar zu retten. Die Nachfrage nach Tresoren ist in den vergangenen Wochen massiv angestiegen, berichtet Tjerk Brühwiller.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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