Inflationen sind wie Diktaturen. Wenn sie erst einmal an der Macht sind, wird es um so schwieriger, gegen sie anzukämpfen. Hermann Josef Abs, 1901-1994, deutscher Bankier, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG (1957-1967)

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5 vor 10: Konjunktur, Argentinien, Zölle, Klimapaket, Zinsen

Heute in den Linktipps: Vier Ökonomen schätzen die wirtschaftliche Lage Deutschlands ein, warum Argentinien schon wieder am wirtschaftlichen Abgrund steht, die tiefer gehenden Folgen von Zöllen, die Schwächen des Klimapakets der Bundesregierung und die Frage, welche Faktoren außer der Geldpolitik noch zum Niedrigzins beitragen.

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1. Sind wir noch zu retten?
(sueddeutsche.de, Cerstin Gammelin und Alexander Hagelüken)
Diese Woche veröffentlichen fünf Forschungsinstitute ihre Herbstprognose für die weitere Entwicklung der Wirtschaft. Was kann die Bundesregierung tun, um den erkennbaren wirtschaftlichen Abschwung abzumildern – oder gar eine echte Rezession zu verhindern? Die Süddeutsche Zeitung diskutiert die anstehenden Fragen mit den Ökonomen Gabriel Felbermayr, Clemens Fuest, Sebastian Dullien und Isabel Schnabel.

2. Argentiniens wiederkehrender Albtraum
(project-syndicate.org, Andrés Velasco, englisch)
Argentinien erlebt ein Déjà-vu: steigende Inflation, schrumpfendes Wachstum, eine Währung, die rapide an Wert verliert, und ein großes Schuldenproblem. Eigentlich wollte Argentiniens Präsident Mauricio Macri die Fehler seiner Vorgänger nicht wiederholen. Warum steht das Land wirtschaftlich trotzdem schon wieder so schlecht da?

3. Die Folgewirkung von Zöllen auf Wertschöpfungsketten
(voxeu.org, Jayant Menon, englisch)
Der Effekt eines Handelszolls kann deutlich über die verursachten Kosten des betroffenen Guts hinausgehen. Durch entstehende Umstrukturierungen in der Produktion und die mit Handelskonflikten assoziierte wirtschaftliche Unsicherheit nehmen ganze Wertschöpfungsketten Schaden, schreibt Jayant Menon.

4. Was bringt das „Klimapaket 2030“?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Rupert Pritzl)
Am 20. September hat das Klimakabinett der Bundesregierung nach einer aufsehenerregenden Nachtsitzung die „Eckpunkte für das Klimaschutzprogramm 2030“ vorgestellt. Die vorgelegten Pläne sind ein zaghafter Schritt in die richtige Richtung. Doch insgesamt scheine dem Klimakabinett das grundlegende Vertrauen in eine marktwirtschaftliche Steuerung zu fehlen, bemängelt Rupert Pritzl.

5. Vom Angstsparen und vom natürlichen Zins
(nzz.ch, Gerhard Schwarz)
Die Geldpolitik trägt Mitschuld an der verkehrten Zinswelt, aber ist sicher nicht allein verantwortlich. Gerhard Schwarz nennt drei weitere Faktoren, warum die Balance zwischen Sparen und Investieren gekippt ist: unseren wachsenden Wohlstand, eine höhere Lebenserwartung und eine steigende Angst vor finanzieller Unsicherheit.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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