Das Defizit ist wie eine Rolltreppe. Gleichgültig, was für ein Budget ein Parlament beschließt, die Staatsschulden bewegen sich automatisch nach oben. John Davidson Rockefeller jr., 1874-1960, US-amerikanischer Unternehmer

- Linktipps

5 vor 10: Ostdeutschland, Zentralbanken, Bauprojekte, Kunstmarkt, Übernahmen

Die Linktipps drehen sich heute um die Frage, warum es so wenige ostdeutsche Ökonomen in Spitzenpositionen gibt, welchen Handlungsspielraum sich die EZB nehmen sollte, warum Bauprojekte in Deutschland häufig so lange dauern und wieso der Kunstmarkt die Urform des Kapitalismus ist. Außerdem ein Blick auf die Gründe für die schrumpfende Zahl an Unternehmensübernahmen.

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1. Wo sind die ostdeutschen Ökonomen?
(nzz.ch, René Höltschi)
Wer die wirtschaftliche Lage in Ostdeutschland mit einem ostdeutschen Ökonomen diskutieren will, muss einen solchen zuerst einmal finden. René Höltschi stellt fest: Das ist keine einfache Aufgabe. Woran liegt es, dass die meisten wirtschaftswissenschaftlichen Lehrstühle auch an ostdeutschen Universitäten immer noch von Westdeutschen gefüllt werden? Die Suche führt auch zur Frage nach der Besetzung von Spitzenpositionen.

2. Die Krise der Zentralbank-Governance
(project-syndicate.org, Lucrezia Reichlin)
Die Europäische Zentralbank ist besser vor politischer Einflussnahme geschützt als beispielsweise die US-amerikanische Fed und kann Länder bezüglich ihrer Fiskalpolitik deshalb stärker unter Druck setzen. Doch je mehr die EZB ihr Mandat ausweitet, um auf aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen zu reagieren, desto stärker trägt sie zur wachsenden Unsicherheit in den Eurozonen-Ländern bei. Wie also sollte sie sich verhalten?

3. Die blockierte Republik
(handelsblatt.com, Heike Anger, Dietmar Neuerer, Donata Riedel und Dieter Fockenbrock)
Deutschland muss mehr bauen, kommt aber nur schleppend voran. Das liegt vor allem an langwieriger Planung, fehlenden Fachkräften, mangelndem Personal in den Bauämtern – und endlosen Gerichtsverfahren. Warum scheitern öffentliche Projekte in Deutschland so häufig?

4. Da Vinci und der Kapitalismus
(faz.net, Rainer Hank)
Kunst sollte nicht wie andere Waren gehandelt werden, heißt es oft. Der Kunstmarkt sei ein Spezialfall, wo eigene Gesetze herrschten. Das Gegenteil ist richtig, meint Rainer Hank: Der Kunstmarkt ist die Urform der Marktwirtschaft. Und deshalb darf ein Gemälde durchaus 450 Millionen Dollar kosten.

5. Ist die große Zeit der Unternehmensübernahmen vorbei?
(welt.de, Kai Lucks)
Noch vor wenigen Jahren sahen wir erwartungsvoll in die Zukunft auf eine siebte Mergers und Akquisitionswelle, getrieben durch die Digitalisierung in der heraufziehenden Industrie 4.0. Doch es kam ganz anders: Vor allem chinesische Übernahmen sind stark zurückgegangen. Kai Lucks sucht nach Gründen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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