In neuerer Zeit ist Wachstum zum wichtigsten Heilmittel gegen Arbeitslosigkeit geworden. John Kenneth Galbraith, 1908-2006, Ökonom

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5 vor 10: Vermögensteuer, Mietendeckel, Klimapaket, EZB, Wirtschaftsbuch

Heute in den Linktipps: Kritik an den Plänen für eine Vermögensteuer, der Mietendeckel in Berlin und die Kosten des Klimapakets. Außerdem geht es um den Abschied von Mario Draghi und die besten Wirtschaftsbücher des Jahres. (mehr …)


1. Eigentum für möglichst viele!
(zeit.de, Otto Schily)
Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily geht in der Debatte um eine Vermögensteuer mit seiner Partei SPD hart ins Gericht. Der SPD scheine nach dem Ausscheiden von Gerhard Schröder aus dem Kanzleramt der wirtschaftliche Sachverstand abhandengekommen zu sein, schreibt er. Eine Vermögensteuer sei weder gerecht noch sozial. „Sie ist wirtschaftsschädigend und damit unsozial, ungerecht und mittelstandsfeindlich.“

2. Dit is Berlin
(faz.net, Julia Löhr)
Der Berliner Senat hat den umstrittenen Mietendeckel beschlossen. Zur Überwachung des Gesetzes sollen 250 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Julia Löhr kritisiert die Prioritätensetzung. Die Mitarbeiter sollten besser dafür sorgen, den Neubau zu beschleunigen und die Bürgerämter zu verstärken: „Den Berlinern wäre mit einer funktionsfähigen Verwaltung weit mehr geholfen als mit einem Mietendeckel, der auf wackligen Beinen steht.“

3. Dieser Bericht enttarnt die Mär vom gerechten Klimapaket
(welt.de, Karsten Seibel)
Klimaschutz hat seinen Preis, doch wer muss ihn bezahlen? Die Bundesregierung betont, dass bei der Umsetzung des Klimapakets kein Bürger zurückgelassen werde. Ein Bericht des Bundesrechnungshofs könnte nun aber vor allem bei Anhängern der Sozialdemokraten für Irritationen sorgen: Geplante Steuerermäßigungen für die energetische Gebäudesanierung würden vor allem gut verdienende Steuerpflichtige begünstigen, heißt es darin.

4. Der Euro-Retter und Zinsen-Killer tritt ab
(tagesschau.de, Klaus-Rainer Jackisch)
Acht Jahre lang stand der Italiener Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank. An diesem Donnerstag tritt er in der Rolle ein letztes Mal vor internationale Journalisten, um seine Geldpolitik zu erklären. Wenige Tage später endet Draghis Amtszeit. „Draghi wird vielen in Erinnerung bleiben als der Mann, der den Euro rettete“, kommentiert Klaus-Rainer Jackisch. Draghis Methode bleibt aber umstritten: „Der Zins-Mechanismus wurde außer Kraft gesetzt und damit das Rückgrat eines funktionierenden Wirtschaftssystems.“

5. Diese zehn Wirtschaftsbücher sollten Sie unbedingt im Regal haben
(handelsblatt.com, Jannik Tillar)
Der britische Ökonom Paul Collier fordert in seinem Werk „Sozialer Kapitalismus“ eine neue Ethik für Unternehmer und die Gesellschaft. Er hat damit nun den Preis für das beste Wirtschaftsbuch des Jahres gewonnen. Das hat eine renommierte Jury auf der Frankfurter Buchmesse entschieden. Lesenswert sind auch die weiteren Bücher, die es auf die Bestenliste geschafft haben. Es geht darin unter anderem um intelligente Maschinen und den Ölboom in den USA.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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