Es stimmt nicht, dass alles teurer wird; man muss nur einmal versuchen, etwas zu verkaufen. Robert Lembke, 1913-1989, deutscher Journalist

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5 vor 10: USA, Armut, Brexit, Steuerschätzung, Schwarzbuch

In den Linktipps geht es heute um die wirtschaftliche Entwicklung der USA, Armut in Deutschland und die Folgen des Brexits für die Landwirtschaft. Außerdem: Wie die Bundesregierung auf die neue Steuerschätzung reagiert und wo Steuergelder verschwendet werden.

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1. Wie schlecht steht es um Amerikas Wirtschaft?
(wiwo.de, Stefan Reccius)
Die amerikanische Notenbank hat zum dritten Mal in diesem Jahr die Leitzinsen gesenkt. Ist das ein Krisensignal? Eigentlich entwickelt sich die US-Volkswirtschaft nach wie vor gut. Die Amerikaner sind weiterhin in Konsumlaune. Dennoch beziffern Experten die Gefahr einer Rezession auf 30 bis 40 Prozent, wie Stefan Reccius erklärt. „Fed-Chef Jerome Powell dürfte den Fuß so bald nicht vom Gas nehmen.“

2. Weniger Deutsche sind von Armut betroffen
(faz.net, Dietrich Creutzburg)
Die Armut in Deutschland geht zurück: 3,1 Prozent der Bevölkerung müssen mit „starken materiellen Einschränkungen ihrer Lebensverhältnisse“ leben. Das geht aus einer neuen Auswertung des Statistischen Bundesamtes hervor. Der Wert ist so niedrig wie seit Beginn der Auswertung im Jahr 2005 nicht mehr. Seit dem vergangenen Jahrzehnt hat sich der Anteil beinahe halbiert.

3. Wie der Brexit deutsches Bier verbilligen könnte
(manager-magazin.de, Arvid Kaiser)
Die britischen Bauern können sich über eine hervorragende Getreideernte freuen: Weizen und Gerste liegen fast auf einem historischen Rekord. Doch die Unsicherheit über die künftigen Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU verdirbt den Landwirten das Geschäft. Sie müssen ihre Ernte zu Schleuderpreisen verramschen. Biertrinker in Deutschland profitieren davon.

4. Weiter-so-Mentalität der Regierung stößt in Wirtschaft auf Widerstand
(welt.de, Karsten Seibel)
Die Steuereinnahmen des Staates wachsen weiter, nur nicht mehr ganz so stark wie bisher. Finanzminister Olaf Scholz nimmt die neue Steuerschätzung zum Anlass, ein optimistisches Bild der deutschen Wirtschaft und der Arbeit der Bundesregierung zu zeichnen. „Hektische Korrekturen“ seien nicht notwendig. Wirtschaftsvertreter fordern: Der Staat müsse öffentliche Investitionen steigern und die Bedingungen für private Investitionen verbessern.

5. Die Verschwendung ist viel schlimmer
(cicero.de, Wolfgang Bok)
Der Bund der Steuerzahler hat sein neues Schwarzbuch vorgestellt, in dem er Fehlplanungen anprangert, die den Staat Millionensummen kosten. Wolfgang Bok findet aber, dass die aufgeführten Beispiele nur einen winzigen Ausschnitt aus der tatsächlichen Verschwendung öffentlicher Gelder zeigen. Er sieht bei der Renten- und Sozialpolitik Einsparpotenzial in Milliardenhöhe. „Bevor Steuern und Abgaben weiter nach oben getrieben werden, sollte nicht nur der Steuerzahlerbund auf effizienterem Mitteleinsatz bestehen.“

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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