Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschaften würden, um Gewinn zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur leben würden, um zu atmen. Hermann Josef Abs, 1901-1994, deutscher Bankier, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG (1957-1967)

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5 vor 10: Rechtspopulismus, Hochschule, Zinsen, Japan, Sozialleistungen

Heute beschäftigen wir uns in den Linktipps mit Ursachen von Rechtspopulismus, einer Transformation der Universitätsausbildung, den niedrigen Renditen von Staatsanleihen, einer europäisch-japanischen Allianz und mit dem Zusammenhang von Sozialleistungen und Zuwanderung.

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1. Rechtspopulismus: rechtsverschobener Klassenkampf
(oekonomenstimme.org, Claus Leggewie)
Im Populismus werde „das“ Volk gegen „die“ politische Klasse aufgehetzt und neben dem Migrationsthema befeuere auch innergesellschaftliche Ungleichheit populistische Parteien, schreibt der Soziologe Claus Leggewie auf Ökonomenstimme. Auf diese Weise werde den „kleinen Leuten“ Solidarität vorgaukelt. Leggewie beschreibt, wieso sich darin die Mittelschicht genauso wiederfinden kann wie Bezieher geringer Einkommen.

2. Sechs Gründe, warum die Universitätsausbildung transformiert werden sollte
(hbr.org, Tomas Chamorro-Premuzic und Becky Frankiewicz, englisch)
In den Industrieländern studieren rund 40 Prozent eines Jahrgangs – der Wettbewerbsvorteil gegenüber Nichtstudierenden schrumpft jedoch. Tomas Chamorro-Premuzic und Becky Frankiewicz plädieren in der Harvard Business Review dafür, die höhere Ausbildung zu reformieren und sie zukünftig gemeinsam mit einem Beruf zu denken.

3. Da haben wir den Salat: ewig niedrige Zinsen
(acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.com, Acemaxx)
Weil es immer weniger „sichere Vermögenswerte“ auf dem Markt gibt, sind die Renditen der Staatsanleihen auf ein Rekordtief gesunken. Doch wer die Staatsanleihen kauft, scheint ohnehin preisunempfindlich. Der Blogger Acemaxx beschreibt, warum das auch noch länger so bleiben dürfte.

4. Für eine europäisch-japanische Allianz
(project-syndicate.org, Anders Fogh Rasmussen, englisch)
Die Beziehung zwischen Europa und Japan sei so gut wie nie, zudem basiere sie auf geteilten Werten wie Freiheit, Demokratie und offenen Märkten, erklärt Anders Fogh Rasmussen, ehemaliger Premierminister Dänemarks, auf Project Syndicate. Er macht deutlich, warum diese Beziehung in Zeiten von Chinas Investitionen in Afrika und der Macht der Daten in der globalisierten Welt bedeutend ist.

5. Sozialleistungen locken Zuwanderer
(faz.net, Maja Brankovic)
Eine Forschergruppe um den Princeton-Ökonomen Henrik Kleven hat untersucht, wie stark die Sogwirkung von Sozialleistungen für Migranten nach Dänemark ist. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass weniger Menschen von außerhalb der EU eingewandert sind, seit die Regierung die Sozialleistungen gekürzt hat, resümiert Maja Brankovic die Untersuchung.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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