Die Ideen von Ökonomen und politischen Philosophen, egal ob sie richtig sind oder falsch, sind mächtiger als gemeinhin verstanden wird. Tatsächlich wird die Welt von wenig anderem regiert. John Maynard Keynes

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5 vor 10: Altersvorsorge, Pendler, Kitas, Innovationen, Großbritannien

Heute in den Linktipps: Wie die private Altersvorsorge gestärkt werden kann, warum sich Pendeln lohnt und was die Milliardensummen für bessere Kitas tatsächlich bewirken. Außerdem geht es um Innovationskraft in den USA und Kapitalismuskritik in Großbritannien.

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1. Die Riester-Rente braucht ein Update
(handelsblatt.com, Bert Rürup)
Die CDU will die Riester-Rente billiger und transparenter machen. Das soll die private Altersvorsorge stärken. Zudem wird auch erwogen, die Vorsorgeform verpflichtend zu machen. Bert Rürup hält das für richtig. Die Deutschen würden zwar viel, aber wegen ihrer Aktienphobie oft falsch sparen, schreibt er. „Deshalb sollte die kapitalgedeckte Altersvorsorge erstens obligatorisch sein und zweitens stärker auf Aktien setzen, sofern das Renteneintrittsalter noch ein Stück weit entfernt ist.“

2. „Pendler verdienen mehr“
(wiwo.de, Bert Losse)
Der Arbeitsmarktökonom und Regionalforscher Wolfgang Dauth hat ein Phänomen untersucht, das viele Menschen in Deutschland jeden Tag beschäftigt: das Pendeln vom Wohnort zum Arbeitsplatz. Er hat herausgefunden, dass die Pendeldistanzen immer länger werden. Ein möglichst großer Pendelradius führt nämlich offenbar zu höheren Gehältern: Jeder Kilometer mehr bringt statistisch gesehen 0,2 Prozent mehr Geld.

3. Für Geld allein ändern Mütter ihre Arbeitszeit kaum
(faz.net, Julia Löhr)
5,5 Milliarden Euro hat die Bundesregierung bis 2022 eingeplant, um damit die Qualität von Kitas und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass das Vorzeigeprojekt der SPD seine Ziele womöglich verfehlt. Die Gelder würden vorrangig nicht für bessere Betreuungsqualität verwendet. Und an der Arbeitszeit von Müttern ändert sich offenbar fast nichts.

4. Verlieren die USA an Innovationskraft?
(hbr.org, Ashish Arora, Sharon Belenzon, Andrea Patacconi und Jungkyu Suh, englisch)
Eine Steigerung der Produktivität hängt in erster Linie von Innovationen ab. Sie ermöglichen es Unternehmen und Arbeitnehmern, mit weniger oder gleichem Einsatz mehr Leistung zu erbringen. Das Wachstum der Produktivität ist in Ländern wie den USA in den vergangenen Jahrzehnten stetig zurückgegangen. Woran liegt das? Ein möglicher Grund sind massive Veränderungen im Wechselspiel zwischen Forschung und Produktentwicklung.

5. Mit Antikapitalismus-Fantasien gegen die Brexit-Illusion
(welt.de, Claudia Wanner)
Der Chef der britischen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, wettert im Wahlkampf gegen Superreiche, die das „manipulierte System“ ausnutzen wollten. Er fordert zudem die Verstaatlichung der Wasserversorgung und von Teilen des Energienetzes. Zudem verspricht Corbyn die Vier-Tage-Woche. Das Programm stößt auf viel Kritik: Beobachter sehen vor allem ein Rezept für den wirtschaftlichen Niedergang, berichtet Claudia Wanner.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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