Während der Staat auf die Aufsicht und eventuelle Gestaltung der Formen beschränkt bleiben soll, in denen der Wirtschaftsprozess abläuft, muß im Rahmen der Märkte, auch der Arbeitsmärkte, Freiheit bestehen. Walter Eucken, 1891 1950, deutscher Ökonom

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5 vor 10: Finanzpolitik, Frankreich, Fernsehshows, Onlinehandel, Finnland

Heute drehen sich die Themen in den Linktipps um die sinnvolle Anwendung der Finanzpolitik, den unauffälligen aktuellen wirtschaftlichen Erfolg in Frankreich, den Einfluss von lehrreichen Fernsehsendungen auf die Arbeitslosigkeit, chinesische Händler auf Online-Plattformen und eine neue Generation von Gründern in Finnland.

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1. Grenzen der Finanzpolitik
(blogs.faz.net/fazit, Gerald Braunberger)
Zahlreiche Fachleute vertreten die Ansicht, die Geldpolitik sei als wirtschaftspolitische Stimulanz weitgehend verbraucht. Nun muss es für eine wachsende Zahl von Ökonomen und Politikern die Finanzpolitik richten, deren Verschuldungsspielräume angesichts sehr niedriger Zinsen vermutlich weitreichender sind als bisher vermutet. Doch die Finanzpolitik dürfe nicht überfordert werden, schreibt Gerald Braunberger, denn sie sei kein Allheilmittel.

2. Europas neue Nummer eins
(welt.de, Anja Ettel)
Es scheint, als versinke Frankreich gerade im Renten- und Streikchaos. Ein zweiter Blick offenbart jedoch, dass der Reformeifer von Präsident Emmanuel Macron das Land auf die wirtschaftliche Überholspur gebracht hat. Ex-Primus Deutschland hingegen wird abgehängt – und steht ohne Plan da.

3. Helfen Fernsehshows gegen Arbeitslosigkeit?
(fehradvice.com/blog, Redaktion)
Edutainment-Shows verbinden Unterhaltung mit Lerninhalten. In Tansania sollte eine solche Sendung über Entrepreneurship den Unternehmergeist der Jugendlichen fördern und Arbeitslosigkeit bekämpfen. Doch die Ergebnisse einer Studie zeigen, dass die Sendungen kein signifikantes Unternehmenswachstum auslösen. Im Gegenteil: Sie steigern sogar die Zahl der Schulabbrecher.

4. Warum Deutschland ein Eldorado für chinesische Onlinehändler ist
(wiwo.de, Volker ter Haseborg)
Mehr als 20.000 chinesische Onlinehändler vertreiben ihre Waren in Deutschland. Das Problem bisher: Umsatzsteuer zahlten sie in der Vergangenheit lieber nicht. Seit die Behörden Plattformen wie Amazon oder Ebay in Haftung für Steuersünder genommen haben, melden immer mehr Chinesen dem deutschen Fiskus ihre Umsätze. Eigentlich gut, könnte man meinen. Doch E-Commerce-Experte Mark Steier erklärt im Interview, dass er noch viele ungelöste Probleme sieht.

5. Finnlands junge Start-Up-Generation krempelt „Nokia-Land“ um
(nzz.ch, Rudolf Hermann)
Beim Thema Tech-Start-ups denkt man zunächst meist an das Silicon Valley und chinesische Digital-Hubs. Doch auch Finnland hat gemessen an der relativ geringen Größe seiner Wirtschaft eine äußerst lebendige Tech-Szene. Eine treibende Kraft des Ökosystems sind die Studenten technischer Hochschulen. Und eine Rolle spielt Nokia, wenn auch nicht immer so, wie man meinen könnte.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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