Wenn der Bauer will, dass ihm seine Kuh anständig Milch gibt, muss er dafür sorgen, dass sie auch genug zu fressen hat. Peter Bofinger, *1954, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Wirtschaftsweiser

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5 vor 10: Konjunkturrisiken, Software, Russland, Globalisierung, Gefangenendilemma

Heute geht es in den Linktipps um zehn Konjunkturrisiken für 2020, den Einfluss von Open-Source-Software auf das Unternehmertum in afrikanischen Ländern, die russische Wirtschaft unter Wladimir Putin, Globalisierung in Zeiten des wachsenden Wirtschaftsnationalismus und das Gefangenendilemma 70 Jahre nach seiner Konzeption.

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1. Was könnte uns 2020 verderben?
(project-syndicate.org, Anatole Kaletsky)
2020 ist davon auszugehen, dass die Weltwirtschaft weiter wächst, die Zinsen auf ihren bisherigen Tiefstständen verharren und die Aktienmärkte weiter zulegen. So zumindest die meisten Prognosen. Doch gewisse Risiken könnten dafür sorgen, dass es mit der Weltwirtschaft dieses Jahr unerwartet bergab geht. Anatole Kaletsky beschreibt zehn von ihnen.

2. Wie afrikanische Länder das Licht der Software erblicken
(faz.net, Carsten Knop)
Auf Open-Source-Plattformen arbeiten Entwickler aus aller Welt zusammen, um Ideen auszutauschen und neue Software zu entwickeln. Alles, was es dafür braucht, ist ein funktionierender Internetanschluss. In vielen afrikanischen Ländern entdecken Menschen die Chance, dadurch wirtschaftlich voranzukommen. Daran sollte sich auch Europa ein Beispiel nehmen.

3. „Wer nicht die richtigen Verbindungen hat, kann nichts erreichen“
(wiwo.de, Julian Heißler)
Wirtschaftlicher Erfolg ist in Putins Russland ohne politischen Einfluss kaum möglich. Russland-Experte David Satter über die gesellschaftliche Toleranz für Verbrechen, den Wirtschaftsumbau der vergangenen Jahrzehnte und das größte ökonomische Risiko für Russland.

4. Auch Trump kann die Globalisierung nicht aufhalten
(sueddeutsche.de, Claus Hulverscheidt)
Der wirtschaftsnationalistische Trend in Politik und Gesellschaft hat schon vor 15 Jahren und damit vor Donald Trump begonnen. In fast allen der 20 großen Industrie- und Schwellenländer lassen sich entsprechende Tendenzen finden. Dennoch wird der Protektionismus die weitere Globalisierung nicht stoppen – höchstens etwas verlangsamen.

5. 70 Jahre Gefangenendilemma
(conversableeconomist.blogspot.com, Timothy Taylor, englisch)
Das sogenannte „Gefangenendilemma“ ist eine der bekanntesten ökonomischen Fragen überhaupt und findet in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften häufig Anwendung, wenn es um die Balance aus Kooperation und Selbstinteresse geht. 1950 wurde die Idee des Gefangenendilemmas entwickelt. Zum 70. Geburtstag analysiert Timothy Taylor, was wir heute aus ihr lernen können.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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